Zumindest von Bildern kennt man Sylt. Jetzt kann man sich die ikonischen Strände im äußersten Norden Deutschlands auch anschauen, wenn man partout nur mit dem Nachtzug in den Urlaub fahren will.

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Sylt/Salzburg – Von der Nordsee zu den Alpen: Der neue Nachtzug von Westerland auf Sylt nach Salzburg ist pünktlich am Samstagabend zur Premierenfahrt gestartet. Der Alpen-Sylt-Nachtexpress des Bahnanbieters RDC wird am Sonntag am frühen Mittag in Salzburg erwartet. Auf der Strecke macht er unter anderem Halt in Niebüll, Husum, Hamburg, Frankfurt, Nürnberg und München.

Erfreuliche Buchungszahlen

Die Buchungszahlen seien erfreulich, so das Unternehmen. Aus diesem Grund soll der Alpen-Sylt-Nachtexpress auch den ganzen Sommer und Herbst fahren. Ursprünglich war geplant, die Nachtfahrten bis zum 7. September anzubieten. Nun ist die letzte Ankunft auf Sylt in diesem Jahr für den 2. November geplant.

Von Sylt aus macht er sich donnerstags und samstags auf die Reise. Freitags und sonntags fährt der Zug dann in die entgegengesetzte Richtung von Österreich zurück in den Norden. Die Mitnahme von Surfbrettern und Fahrrädern und auch von Hunden ist möglich.

Diese ÖBB-Lok fährt zwar nicht von Sylt nach Salzburg. Aber sie steht für einen Ausbau der europäischen Zugverbindungen – zumindest optisch.

Tickets heuer nur für Abteile

In den Liegewagen-Abteilen ist Platz für den Fahrgast und fünf mitreisende Angehörige oder Freunde. Tickets werden in dieser Saison ausschließlich für komplette Abteile angeboten. Vor dem Hintergrund des Infektionsschutzes wolle man "auf gar keinen Fall", dass sechs fremde Menschen über Stunden in einem Abteil zusammen sind, wie eine RDC-Sprecherin betonte. Das Unternehmen betreibt auch den Autozug nach Sylt.

Die Deutsche Bahn hatte ihr Nachtzugnetz vor einigen Jahren in Deutschland stark ausgedünnt. Vor drei Jahren hatten dann die ÖBB das defizitäre DB-Nachtzuggeschäft übernommen. Bis zum Jahr 2026 soll der ÖBB-Nightjet-Betrieb stufenweise ausgebaut werden. (APA, 4.7.2020)