In Äthiopien kam es zu Protesten, nachdem der Sänger Hachalu Hundessa ermordet worden war.

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Addis Abeba – Bei den Unruhen in Äthiopien sind seit Wochenbeginn 166 Menschen ums Leben gekommen. 145 Zivilisten und elf Mitglieder der Sicherheitskräfte seien in der Region Oromia getötet worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Zehn weitere Todesopfer wurden aus der Hauptstadt Addis Abeba gemeldet.

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Die landesweiten Proteste waren durch die Ermordung des beliebten Sängers Hachalu Hundessa am vergangenen Montag ausgelöst worden. Nach Angaben der Behörden sind die Todesfälle auf Einsätze der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten sowie Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Volksgruppen zurückzuführen. Die Unruhen wurden nach Angaben der Polizei in Oromia inzwischen aber "vollständig gestoppt".

Oromia ist eine von neun Verwaltungsregionen in Äthiopien.

Hachalu gehörte den Oromo an, der größten Volksgruppe in Äthiopien. In seiner Musik hatte er oft das Gefühl der Oromo ausgedrückt, wirtschaftlich und politisch benachteiligt zu werden. (APA, AFP, 4.7.2020)