Die Bundesregierun kündigte an, die Grenzkontrollen im Osten zu verstärken. Alle Reisebusse sollen kontrolliert werden.

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Eine Reise nach Italien ist weiterhin uneingeschränkt möglich.

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In Belgrad kam es bei Protesten gegen Ausgangssperren zu Ausschreitungen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Kärntner Landesregierung plant ab Freitag eine abendliche Maskenpflicht von 21 bis 2 Uhr für Tourismus-Hotspots. Der Geltungsbereich soll von den Bezirkshauptmannschaften in Absprache mit Touristikern festgelegt werden.
  • In zwei Salzburger Senioren- und Pflegeheimen in den Stadtteilen Gneis und Aigen wurden neue Corona-Cluster entdeckt. Auch eine Festspiel-Mitarbeiterin wurde positiv getestet.
  • Am Mittwoch verkündete die Bundesregierung Reisewarnungen für Rumänien, Bulgarien und Moldau. Damit sind Rückkehrer aus diesen Ländern ab Donnerstag verpflichtet, einen negativen Covid-Test vorzuweisen oder in eine 14-tägige Quarantäne zu gehen.
  • In Belgrad kam es in der Nacht auf Mittwoch ebenso wie Mittwochabend zu Ausschreitungen bei Protesten gegen Ausgangssperren, die ab Freitag gelten sollten, nun aber wieder abgesagt wurden.
  • Österreich und seine Nachbarländer bereiten sich auf den Herbst vor – da treffen Coronavirus und Grippe zusammen. Die deutschsprachigen Gesundheitsminister waren zu Gast in Wien.
  • Die Stopp-Corona-App bekommt Unterstützung. Eine gleichnamige Plattform hat sich formiert.
  • Oberösterreichs Landtag tagt am Mittwoch ganz im Zeichen der Corona-Maßnahmen.
  • Auf europäischer Ebene schlägt der spanische Premier Pedro Sánchez einen Pakt zwischen Italien und Spanien für den Corona-Wiederaufbaufonds vor.
  • Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Zahl der Erkrankten in Afrika auf mehr als eine halbe Million Fälle gestiegen.
  • Rekordanstieg von 60.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in den USA. Insgesamt zählt das Land bereits nun drei Millionen Fälle.
  • In Brasilien gab es mehr als 1.200 Corona-Tote an einem Tag. Auch Präsident Jair Bolsonaro ist infiziert. Der Präsident nutzt die Krankheit zu seinem politischen Vorteil. In Chile wurden in 24 Stunden 2.400 Neuinfektionen verzeichnet.

Maskenpflicht in Kärntner Tourismusorten ab 21 Uhr

Die Kärntner Landesregierung hat am Mittwoch eine zeitlich und örtlich begrenzte Maskenpflicht für Tourismus-Hotspots angekündigt. Die Verordnung, die gerade ausgearbeitet wird, soll am Freitag in Kraft treten. In Velden, aber auch an anderen Orten am Wörthersee, dem Faaker See oder dem Klopeiner See muss dann von 21 bis 2 Uhr im öffentlichen Raum ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Klagenfurt winkte bereits am Mittwoch ab. Mund-Nasen-Schutz muss etwa in Velden und an anderen Orten auf der Straße und vor den Lokalen getragen werden. In den Lokalen und den Schanigärten gilt die Maskenpflicht nicht.

Der genaue Geltungsbereich soll rechtzeitig von den zuständigen Bezirkshauptmannschaften in Absprache mit Touristikern festgelegt werden. Eindringliche Appelle hätten nicht ausgereicht, um Menschenansammlungen, in denen vieles passiere, nur nicht auf Abstands- und Hygienemaßnahmen geachtet werde, zu verhindern, sagte Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP). Er betonte, dass es sich um eine Präventivmaßnahme handle. "Velden soll nicht zum Sommer-Ischgl werden."

Zuletzt hatte es Berichte über Menschenansammlungen ohne Abstand und Klagen von Wirten gegeben. Die abendliche Maskenpflicht sei eine präventive Maßnahme, um Infektionen zu verhindern, am Dienstag hatte es dazu eine Krisensitzung gegeben. Man habe gehofft, dass die Eigenverantwortung greife, musste jedoch feststellen, dass eindringliche Appelle nicht ausreichten, um Menschenansammlungen zu verhindern, in denen weder auf Abstands- noch Hygieneregeln geachtet werde, so der Landesrat. Wirte und Mitarbeiter seien zuletzt verbal und sogar körperlich von Gästen attackiert worden, wenn sie auf die Einhaltung der Regeln pochten.

Mit Stand Mittwochfrüh gab es in Kärnten 14 aktuell an Covid-19 Erkrankte. Am Dienstag war eine Neuinfektion bekannt geworden, es handelt sich dabei um eine private Kontaktperson einer am Wochenende positiv getesteten Pflegeheimmitarbeiterin. Ein Patient ist wiederum genesen. (red, APA)

Cluster in zwei Salzburger Seniorenheimen, Fall bei Festspielen

In der Stadt Salzburg hat sich rund um eine an Covid-19 erkrankte Mitarbeiterin eines Seniorenwohnheims des Roten Kreuzes im Stadtteil Gneis ein neuer Cluster gebildet. Bis Mittwochnachmittag haben sich vier weitere Mitarbeiter und Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, auch in der Familie der positiv getesteten Frau traten zwei Fälle auf. Offenbar dürfte auch ein Zusammenhang zu einem erkrankten Mitarbeiter in einem zweiten Seniorenheim in Salzburg-Aigen bestehen.

Die Zahl der erkrankten Personen dürfte sich in den nächsten Tagen weiter erhöhen. "Denn im Cluster B stehen derzeit noch über 100 Testergebnisse aus", sagte ein Sprecher der Stadt. In beiden Heimen wurden mittlerweile einzelne Wohntrakte von den Gesundheitsbehörden unter Quarantäne gestellt, sie dürfen die Räumlichkeiten bis 16. bzw. 19. Juli nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen.

Auch eine Mitarbeiterin der Salzburger Festspiele wurde nach einer Meldung des ORF positiv getestet. Hier geht man aber nicht von einem Cluster aus. Die Frau führte ein Kontakttagebuch, die Festspiele setzten den für den Fall einer Erkrankung vorgesehenen Notfallplan in Kraft. (red, APA)

Reisewarnung für Rumänien, Bulgarien und Moldau

Die Bundesregierung verkündete nach dem Ministerrat am Mittwoch neue Reisewarnungen für Rumänien, Bulgarien und die Republik Moldau. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) äußerte den "dringenden Appell", nicht in diese Länder zu reisen. Die Zahl der Neuinfektionen in diesen Ländern sei zuletzt deutlich gestiegen.

Wer nach Österreich zurückkehrt, müsse sich – wie auch nach einem Aufenthalt in den Ländern des Westbalkans – einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen oder einen negativen Covid-Test vorweisen, sonst drohen Strafen. Auch die Reisewarnung für die Westbalkanländer bleibt aufrecht.

Eine positive Meldung für österreichische Reisende gab es auch: Finnland öffnet ab kommender Woche wieder seine Grenzen für Reisende aus einigen anderen europäischen Ländern mit niedrigen Infektionszahlen. Darunter ist auch Österreich. (brun, lalo, luis, mesc)

Ausschreitungen in Belgrad

Eine Gruppe von Demonstranten stürmte auch das Parlamentsgebäude in Belgrad.
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Am Dienstagabend versammelten sich tausende wütende Bürger in Belgrad vor dem Parlament, nachdem Präsident Aleksandar Vučić zuvor – beinahe unter Tränen – verschärfte Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie angekündigt hatte. So sollte von Freitagabend bis Montagfrüh in Belgrad eine Ausgangssperre gelten, Vucic machte den Vorschlag am Mittwochabend wieder rückgängig. Die erbosten Bürger und Bürgerinnen forderten, dass der Präsident sich zeigen solle, forderten gar Vučićs Verhaftung. Dabei kam es zu Tumulten, und natürlich wurden keinerlei Abstandsregeln eingehalten. Die Polizei setzte Tränengas ein. Auch am Mittwoch wurde in Belgrad, Nis und Novi Sad teils gewalttätig demonstriert.

In Serbien steigt seit Wochen die Zahl der Neuninfektionen. Viele Leute haben das Vertrauen in die Behörden verloren. Das Medium "Balkaninsight" deckte auf, dass die Zahl der im offiziellen Covid-19-Informationssystem gemeldeten Verstorbenen deutlich höher liegen müsse als vom Gesundheitsministerium berichtet. In Novi Pazar kehrte das Krankenhauspersonal Premierministerin Ana Brnabić demonstrativ den Rücken zu, als sie dieser Tage das Krankenhaus besuchte.

Das mangelnde Vertrauen in die Institutionen führt auch dazu, dass die Abstandsregeln nicht eingehalten werden, weil die Leute den Anweisungen der Behörden misstrauen. Es fehlt auch an Selbstisolierungsmöglichkeiten für Infizierte, die in ihren kleinen Wohnungen keine Möglichkeit haben, andere vor der Ansteckung zu schützen. Diese Selbstisolierungsmöglichkeiten sollten laut WHO-Empfehlungen von den Behörden geschaffen werden.

Die Proteste in Belgrad werden auch damit begründet, dass viele Menschen durch den Lockdown abermals ihre Arbeit und ihr Einkommen verlieren. Die serbischen Behörden haben viel zu früh ganz massive Lockerungen zugelassen. So wurden etwa Superspreader-Events wie ein Fußballspiel mit 15.000 Zuschauern erlaubt. (awö)

Vorbereitung auf Grippewelle

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) lud seine deutschsprachigen Kollegen nach Wien.
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Die Gesundheitsminister von Österreich, Deutschland, Luxemburg, Schweiz und Liechtenstein haben am Dienstagabend auf Einladung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) über die Herausforderungen des Herbsts gesprochen. Eine frühzeitige und sorgfältige Vorbereitung auf die nächste Grippesaison sei wichtig, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern.

Unter den Ministern herrsche Einigkeit darüber, dass dem Zusammentreffen von Covid-19 und Influenza im Herbst nur mit einem Maßnahmenmix begegnet werden könne, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. "Wir wollen uns alle intensiv auf die Corona-Herausforderung im Herbst vorbereiten – durch einen Ausbau der Testungen, durch ein schnelleres Kontaktpersonenmanagement und durch eine Stärkung des Risikobewusstseins der Bevölkerung", sagte Anschober. Diskutiert wurden auch die "Lehren aus Covid-19" und die gemeinsame Impfstoffbeschaffung.

Die deutschsprachigen Gesundheitsministerinnen und -minister treffen sich seit 2013 jährlich. Das nächste deutschsprachige Gesundheitsquintett soll im Juni 2021 in Luxemburg stattfinden. Nach dem Ministerrat appellierte Anschober, sich dieses Jahr möglichst früh gegen die Grippe impfen zu lassen, da das Gesundheitssystem wegen des Coronavirus jetzt schon vor Herausforderungen stehe. Anschober will die Impfrate auf bis zu 17 Prozent steigern. (APA)

Stopp-Corona-App bekommt Unterstützung

Die Stopp-Corona-App wird unterstützt durch eine gleichnamige Plattform, zu der sich Vertreter aus dem Gesundheitsbereich und der Politik, Sozialpartner sowie Datenschützer und weitere zivilgesellschaftliche Initiativen zusammengefunden haben. Diese sollen die weiteren Entwicklungsschritte und die Zukunft der App mitgestalten.

Das Österreichische Rote Kreuz hat die Entwicklung der App beauftragt. "Aber wir haben uns entschlossen, die Zukunft und Weiterentwicklung der App in die Verantwortung einer Plattform zu legen und so einen möglichst breiten Diskurs zu ermöglichen" sagte Gerry Foitik, Bundeskommandant des ÖRK. Die teilnehmenden Personen und Organisationen können Vorschläge für weitere Entwicklungsschritte einbringen, die dann von allen anderen Plattformunterstützern beurteilt und befürwortet oder abgelehnt werden.

An der konstituierenden Sitzung der Plattform nahmen auf Einladung des Gesundheitsministeriums und des Österreichischen Rotes Kreuzes unter anderem Arbeitskammer, ÖGB, Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer, Industriellen-Vereinigung, Apothekerkammer und die Bischofskonferenz teil. (APA)

Oberösterreichs Landtag tagt

Die Sitzung des Oberösterreichischen Landtags am Donnerstag steht im Zeichen von Corona: Nicht nur, dass die Abgeordneten nach wie vor in einem Ausweichquartier tagen, das die Einhaltung von Abstandregeln ermöglicht – SPÖ und Grüne haben auch diverse Anfragen, unter anderem im Zusammenhang mit den Schulschließungen, angekündigt.

Das Bundesland führt ja am Donnerstag wieder die Maskenpflicht ein. Die Maßnahme wurde angesichts neu ausgebrochener Infektionscluster in Oberösterreich notwendig. (APA)

Spanien appelliert an die "Sparsamen Vier"

Der spanische Premier Pedro Sanchez, der am Mittwochnachmittag in Rom seinen italienischen Amtskollegen Giuseppe Conte trifft, schlägt einen Pakt zwischen Italien und Spanien für den Corona-Wiederaufbaufonds "Recovery Fund" vor. "Dieser Pakt ist notwendig und kann Europa viele Früchte bringen", sagte Sanchez im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera". Bis Ende Juli soll es zu einer Einigung kommen, so Sanchez.

Außerdem rief Sanchez die "Sparsamen Vier", zu denen auch Österreich zählt, zu Solidarität auf. "Wenn wir uns nicht bewegen, ist der gemeinsame EU-Markt gefährdet, von dem die kleinen Länder Mitteleuropas mehr Vorteile als wir haben", sagte der spanische Regierungschef.

Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande stemmen sich gegen den EU-Wiederaufbauplan, der Zuschüsse an von der Coronakrise besonders betroffene Länder vorsieht. Die "Sparsamen Vier" wollen die Krise lieber mit Krediten lösen.

Briten bieten Gastro-Geld

Die britische Regierung hat am Mittwoch ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das der Wirtschaft nach der Pandemie wieder auf die Beine helfen soll. Dabei wurde unter anderem Anleihe beim Wiener Gastro-Gutschein genommen. Finanzminister Rishi Sunak kündigte in einer Rede vor dem Unterhaus an, dass es während des August jeden Montag bis Mittwoch eine Förderung auf 50 Prozent des Preises bis zu einer Höhe von 10 britischen Pfund (11,10 Euro) pro Person für Essen und antialkoholische Getränke in teilnehmenden Restaurants geben werde.

Genutzt werden kann das Angebot auch mehrfach. Ziel der Kampagne mit dem Titel "Eat out to help out" ("Gehen Sie essen um zu helfen") sei es, die angeschlagene Gastronomie wiederzubeleben. Zudem soll die Mehrwertsteuer für Gastronomie und Tourismus von 20 auf 5 Prozent gesenkt werden. (red)

Mehr als eine halbe Million Fälle in Afrika

In Afrika sind inzwischen eine halbe Million Corona-Fälle verzeichnet worden. Zudem seien fast 12.000 Menschen gestorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch mit. Man sei besorgt, dass immer mehr Länder einen scharfen Anstieg von Corona-Infektionen verzeichnen.

In 22 Ländern auf dem Kontinent hätten sich die Fälle im vergangenen Monat mehr als verdoppelt. "Die Gefahr, dass Covid-19 die schwachen Gesundheitssysteme auf dem Kontinent überwältigt, eskaliert", warnte die WHO-Chefin für Afrika, Matshidiso Moeti.

Rund 43 Prozent aller Erkrankungen sind laut WHO in Südafrika registriert worden. Auch Algerien, Ägypten, Ghana und Nigeria hätten eine sehr hohe Zahl. Allerdings gibt es auch positivere Entwicklungen: In einigen Staaten – darunter Eritrea, Gambia, Mali, den Seychellen und Togo – breite sich das Coronavirus nur langsam aus. (APA)

Rekordanstieg bei Neuinfektionen in USA

Mit rund 60.000 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden haben die USA einen Höchststand bei den Neuansteckungen erreicht. Das geht aus Zahlen hervor, die die Johns-Hopkins-Universität am Mittwoch veröffentlichte. Den zuvor höchsten Wert verzeichnete Johns-Hopkins mit gut 54.000 Fällen am vergangenen Donnerstag.

Insgesamt zählt das Land mit Stand Mittwochnachmittg nun mehr als drei Millionen Fälle. Mehr als 131.000 Menschen starben an oder im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der Neuansteckungen in den USA, die auch aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aussteigen, mit ihren 320 Millionen Einwohnern ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen – vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien. Der Immunologe Anthony Fauci, der zur Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gehört, hatte sich zuletzt angesichts des raschen Anstiegs der Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt gezeigt. (APA)

Brasilien meldet mehr als 1.200 Tote

In Brasilien weht nicht nur der Wind, es tobt auch die Corona-Pandemie. Mehr als 1.200 Menschen sind dort laut offiziellen Angaben zuletzt binnen eines Tages gestorben.
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Brasilien bestätigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den letzten 24 Stunden 45.305 neue Coronavirus-Fälle und 1.254 weitere Todesfälle. Das lateinamerikanische Land verzeichnet offiziellen Daten zufolge bisher insgesamt 1,668.589 Infektionen und 66.741 Todesopfer, die auf das Virus zurückzuführen sind.

Prominentester Infizierter ist der brasilianische Präsident, Jair Bolsonaro. Er fühle sich bei "guter Gesundheit", sagte er am Dienstag vor Journalisten. Zuvor habe er Fieber und Gliederschmerzen gehabt. Ihm wird vorgeworfen, die Krankheit auch politisch zu seinem Nutzen einzusetzen.

In Chile hat die Zahl der Corona-Infektionen die Schwelle von 300.000 überschritten. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 2.400 Neuinfektionen registriert worden, teilten die Behörden am Dienstag mit. Die Zahl der Todesfälle habe sich um 50 auf mehr als 6.400 erhöht. Das Gesundheitsministerium sieht das Land in der Pandemie-Bekämpfung dennoch auf einem guten Weg – und will die landesweiten Corona-Einschränkungen weiter lockern. (red, APA, 8.7.2020)