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Siemens und SAP wollen ihre Software zur Planung und Steuerung von Prozessen in Unternehmen künftig miteinander verbinden. Damit solle ein "digitaler Faden" über den gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb und zur Buchhaltung entstehen, um die Fertigung zu optimieren, wie der Münchner Industriekonzern am Dienstag mitteilte.

"Teamcenter"-Software

Es gehe darum, die "Silos" aufzubrechen, in denen Entwicklungsabteilungen und der Rest des Unternehmens vielfach seit Jahrzehnten nebeneinander her arbeiteten. In einem ersten Schritt wollen die beiden deutschen Vorzeige-Unternehmen die Software des jeweils anderen mitvertreiben: SAP verkauft die "Teamcenter"-Software von Siemens, Siemens bietet seinen Kunden die "SAP S/4 HANA"-Produktfamilie zum Projektmanagement an.

Siemens gilt mit seiner Sparte "Digital Industries" als Weltmarktführer bei Software zur Industrieautomatisierung, SAP als Europas größter Softwarekonzern ist auf Unternehmensplanung spezialisiert. Ein Siemens-Sprecher betonte, die Partnerschaft sei nicht exklusiv. Beide Konzerne arbeiteten auch mit anderen Softwarepartnern zusammen. SAP hat mit "Leonardo" eine eigene Software für das Management von Produkt-Lebenszyklen im Angebot, die mit dem Siemens-"Teamcenter" konkurriert. (APA, 14.7. 2020)