Es läuft nicht so richtig gut für Quique Setien.

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Ungeachtet der Krise beim entthronten spanischen Fußball-Meister FC Barcelona wird der umstrittene Trainer Quique Setien das Team um Lionel Messi wohl auch in der Champions League coachen. Nach einer Krisensitzung am Freitag mit Clubpräsident Josep Bartomeu sei Setien allem Anschein nach zunächst bis zum Saisonende im Amt bestätigt worden, berichtete am Samstag die Fachzeitung "Mundo Deportivo".

Zum Gespräch mit Bartomeu sagte Setien am Samstag vor dem letzten Ligaspiel am Sonntag bei CD Alaves: "Solche Treffen sind normal. Wir alle wollen uns verbessern und suchen nach Lösungen." Man habe "über die Zukunft" gesprochen und sei sich darüber im Klaren, dass die Champions League eine "sehr attraktive Herausforderung" sei.

Zuvor hatten Medien berichtet, dass Setien möglicherweise schon vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse am 8. August daheim gegen den SSC Napoli (Hinspiel 1:1) entlassen werden könnte. Barca hatte am Donnerstag alle Chancen auf die Titelverteidigung verloren. Während Erzrivale Real Madrid Villarreal mit 2:1 bezwang und sich den ersten Liga-Triumph seit 2017 sicherte, kassierten die Katalanen gegen Osasuna ein peinliches 1:2.

Warnungen

Der sonst eher ruhige Messi schimpfte nach dem Abpfiff: "Dieses Spiel spiegelt das komplette Jahr wider. Wir waren ein schwaches Team." Der Argentinier warnte: "Wenn wir so spielen, werden wir gegen Neapel verlieren." Nach Medienberichten sind Setien und die Leistungsträger um Messi und Kapitän Gerard Pique zerstritten.

Zu Messis Kritik meinte Setien: "Bei einigen Dingen sind wir einer Meinung, bei anderen nicht. Das ist normal." Alle im Club wüssten, dass man sich verbessern müsse. "Wenn wir aber so spielen wie gegen Villarreal (4:1-Auswärtssieg am 5. Juli) dann können wir auch die Champions League gewinnen." (APA, 18.7.2020)