Das Doktorat stellt Jungforschende vor eine ziemliche Mammutaufgabe. So manche denken sich im Laufe der Zeit: "Das hätte ich gerne früher gewusst!" Oder es tauchen Fragen auf, wie der Alltag in verschiedenen Stadien der Promotion aussieht – oder ob ein Doktor in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in der Privatwirtschaft überhaupt noch gerngesehen wird. Ein paar Tipps von alteingesessenen Doktorandinnen und Doktoranden für motivierte Bachelor- oder Masterstudierende:

Programmieren lernen: Vor allem in den Wirtschaftswissenschaften kommt man während des PhD-Studiums kaum um eine quantitative Studie herum. Um an Daten zu gelangen und diese statistisch auszuwerten, ist es äußerst hilfreich, sich so früh wie möglich mit Programmiersprachen wie R und Python auseinanderzusetzen. Der Einstieg mag zunächst abschreckend wirken, es gibt jedoch durch Datacamp, Freecodeacademy, Udemy und Coursera günstige und leicht zugängliche Optionen, um sich die Basics anzueignen.

In der Bachelor- oder Masterarbeit eine Herausforderung suchen: Wer bereits mit dem Gedanken spielt, ein Doktorat zu beginnen, sollte die Abschlussarbeit als Testfeld und Aushängeschild verstehen. Das Erstellen einer umfangreichen empirischen Arbeit gibt einem die Möglichkeit zu erproben, ob einem Forschung Spaß macht. Zudem verlangen viele Institute die Vorlage der Master Thesis im Rahmen der Bewerbung.

Neue Herausforderungen kommen auf Studierende im PhD-Studium zu.
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Bereits früh Kontakte knüpfen: Neben Abschlussarbeiten bieten Positionen als studentische Mitarbeiter die Möglichkeit, Institute und potenzielle Betreuungspersonen kennenzulernen und bereits früh einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Erfahrung außerhalb des akademischen Betriebs suchen: Das PhD-Studium ist mit einigen Entbehrungen und einem gewaltigen Zeitaufwand verbunden. Während die Studienkollegen von damals Autos und Häuser kaufen, wohnt man in WGs und macht Urlaub an den Austragungsorten von Konferenzen. Daher empfehlen wir allen Interessierten, auch einen Blick auf die andere (etwas glänzendere) Seite der Medaille zu werfen und Erfahrungen in der Privatwirtschaft zu sammeln. (Philipp Becker, Alexander Staub, 23.7.2020)