Das Surface Neo wird frühestens 2022 erscheinen.

Foto: Mark Lennihan / AP

Es war eine starke Ansage: Als Microsoft vergangenen Herbst sein Dual-Screen-Tablet Surface Neo erstmals der Öffentlichkeit präsentierte, wollte man damit signalisieren: In diese Richtung geht unsere Hard- und Softwareentwicklung. Also gab es das Gerät bereits ein Jahr vor dem anvisierten Marktstart zu sehen. Doch bereits vor einigen Monaten gestand Microsoft ein, dass dieser Termin nicht zu halten sein wird. Angesichts von Covid-19 habe man die eigenen Prioritäten hinterfragt, das Ergebnis: Man wolle lieber auf einen besseren Moment warten. Viele Beobachter gingen entsprechend von einer Verschiebung ins Jahr 2021 aus, nun wird es aber offenbar noch später. Und auch der Zeitplan für das darauf laufende Betriebssystem soll sich weiter verzögern.

Ausblick

Microsofts schlankere Windows-10-Variante, Windows 10X, soll frühesten im ersten Halbjahr 2021 veröffentlicht werden. Dies berichtet Mary Jo Foley von ZDNet unter Berufung auf interne Quellen bei Microsoft. Bis zuletzt hieß es, dass Windows 10X noch im laufenden Jahr erhältlich sein soll, von diesem Plan habe sich Microsoft aber mittlerweile verabschiedet.

Damit noch nicht genug, ändert sich auch der Fokus der Betriebssystemvarianten: Wollte man zunächst mit dem Dual-Screen-Tablet für Consumer starten, also dem Surface Neo, soll Windows 10 X nun vor allem als Plattform für den Bildungsbereich und einfache Business-Ansprüche dienen. Damit will man Googles Chrome OS Paroli bieten, das vor allem in den USA zuletzt zunehmend an den Marktanteilen von Windows geknabbert hat.

Das lange Warten

Die Dual-Screen-Idee ist damit aber in noch weitere Ferne gerückt. Die aktuelle Roadmap sehe eine Windows 10X-Version, die entsprechende Geräte unterstützt, erst für Frühjahr 2022 vor, behauptet ZDNet. Vorausgesetzt natürlich, Microsoft entscheidet sich bis dahin nicht noch einmal um. (red, 21.7.2020)