Brüssel unterstützt die Impfstoffforschung.
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Brüssel – Die EU-Kommission will 100 Millionen Euro für ein Projekt der internationalen Forschungsallianz Cepi (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) zur Erforschung von Coronavirus-Impfstoffen zur Verfügung stellen. Das teilte die Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Die EU-Unterstützung ist Teil der Zusage der Kommission, eine Milliarde Euro aus dem EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 in dringend benötigte Forschung und Innovation zu investieren. Ziel ist es, Diagnosetests, Behandlungen, Impfstoffe und andere Präventionsinstrumente zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus zu entwickeln.

"Wir brauchen wirksame Behandlungen und Impfstoffe, um die Gefahr des Coronavirus auszuschalten. Deshalb sind wir stolz darauf, das Cepi bei der Entwicklung der vielversprechendsten Impfstoffkandidaten zu unterstützen", erklärte Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend.

Herstellung wird nicht finanziert

Als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie will das Cepi, eine 2017 gegründete globale Partnerschaft zur Entwicklung von Impfstoffen zur Eindämmung von Epidemien, rasch ein breites Portfolio der am weitesten fortgeschrittenen Coronavirus-Impfstoffkandidaten bereitstellen. Die erfolgversprechendsten Impfstoffkandidaten sollen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern in großem Maßstab hergestellt werden können. Die Horizont-2020-Unterstützung für Cepi wird Forschungs- und Innovationsaktivitäten finanzieren, nicht aber die Herstellung von Impfstoffen.

Im Rahmen der von Kommissionspräsidentin Ursula von den Leyen geleiteten Coronavirus Global Response Initiative wurden bisher 15,9 Milliarden Euro für den globalen Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfstoffen gegen den Ausbruch des Coronavirus zugesagt. (red, 23.7.2020)