Vor allem in den vergangenen Monaten erfreuten sich Zweitwohnsitze wachsender Beliebtheit. Jene Menschen, die bereits ein Ausweichquartier außerhalb der Stadt hatten, nutzten dieses während des Corona-Lockdowns vermehrt, aber auch die Nachfrage nach Immobilien auf dem Land ist gestiegen. Mehr Platz, frische Luft und Ruhe sind verlockende Alternativen zur städtischen Wohnung. Zusätzlich lässt sich in Zeiten von Homeoffice sogar die sonst in der Stadt ansässige Arbeit perfekt mit dem Leben im Grünen vereinbaren – vorausgesetzt, die Internetverbindung hält stand.

Ein Haus am See wäre für viele wohl der perfekte Zweitwohnsitz.
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Sommerfrische statt städtischer Hitze

Doch nicht nur die Corona-Krise hat bei vielen den Wunsch entfacht, besonders in den warmen Monaten der Stadt zu entfliehen und die Vorzüge des Landlebens zu genießen. Seit jeher verbringen jene, die es sich leisten können oder Immobilien geerbt haben, die Sommerfrische lieber in einer zweiten Heimat im Grünen als in einer städtischen Wohnung. Und dennoch erfordert ein Nebenwohnsitz auch meist Arbeit, Organisation und Pflege.

Abgesehen davon sind Zweitwohnsitzer nicht überall gern gesehen. So sind manche Ortschaften aufgrund der seltenen Präsenz der "Zuagrasten" vor allem unter der Woche von Leerstand gezeichnet – an Wochenenden oder in den Ferienmonaten dafür menschenvoll. Außerdem steigen aufgrund der guten Lage und hohen Nachfrage nach Nebenwohnsitzen mancherorts die Immobilienpreise. User "runningdog" konnte allerdings gute Erfahrungen mit seiner Nachbarschaft beim Zweitwohnsitz machen:

Wie häufig nutzen Sie Ihren Zweitwohnsitz?

Welche Vor- und Nachteile bringt ein zweites Zuhause mit sich? Welche Erfahrungen haben Sie in der Umgebung dort gemacht? Und umgekehrt, wie stehen Sie als Einwohner Zweitwohnsitzern gegenüber? (mawa, 4.8.2020)