Bereits Mitte Juli hieß bei British Airways, dass man eigene die Boeing-747-Flotte wegen der Coronakrise vorzeitig still lege. Im Jumbo Jet haben mehr als 600 Menschen Platz. Vielen Airlines verbraucht der Riese aber zu viel Treibstoff.

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Chicago – Der US-Flugzeugbauer Boeing stellt die Produktion seines Jumbo-Jets 747 nach mehr als 50 Jahren ein. Die letzte 747 wird im Jahr 2022 gebaut, teilte Boeing am Mittwoch in Chicago mit. Konzernchef Dave Calhoun begründete den Schritt mit der derzeitigen Marktentwicklung. Der einst größte Passagierjet der Welt hatte 1969 seinen Jungfernflug absolviert.

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern präsentierte am Mittwoch seine Zahlen für das zweite Quartal. Bei diesem Anlass kündigte der Konzernchef das Aus des Jumbo Jets an.

Das Großraumflugzeug mit dem charakteristischen Buckel war dann 1970 in Betrieb genommen worden. In der Maschine finden mehr als 600 Menschen Platz.

Nicht mehr rentabel

Für viele Fluggesellschaften sind so große Flugzeuge allerdings angesichts des hohen Treibstoffverbrauchs nicht mehr rentabel. Sie setzen auf kleinere Maschinen, die ihnen mehr Flexibilität verschaffen.

Boeing verwies am Mittwoch auch auf den massiven Rückgang des Flugverkehrs infolge der Coronavirus-Pandemie. Dazu kämen langfristigen Auswirkungen der Krise auf die Luftfahrt.

Der Boeing-Konkurrent Airbus hatte im Februar 2019 das Aus für seinen Riesenflieger A380 verkündet, der die Boeing 747 als größtes Passagierflugzeug der Welt abgelöst hatte. Der europäische Flugzeugbauer hatte damit die Konsequenzen aus der fehlenden Nachfrage nach dem doppelstöckigen Riesenjet gezogen. (APA, AFP, 29.7.2020)