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Nach einem überraschenden Gewinnanstieg im zweiten Quartal gibt sich der finnische Telekomausrüster Nokia für das Gesamtjahr etwas optimistischer. Der zugrunde liegende Gewinn stieg auf 0,06 Euro pro Aktie, verglichen mit einem Gewinn von 0,05 Euro im Vorjahr, teilte Nokia am Freitag mit.

Analysten hatten mit einem Rückgang auf 0,03 Euro gerechnet. Nokia konkretisierte die Prognose für den zugrunde liegenden Gewinn pro Aktie im laufenden Geschäftsjahr auf 0,2 bis 0,3 Euro von zuvor 0,18 bis 0,28 Euro.

Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie

Der Quartalsumsatz fiel im Quartal um 11 Prozent auf 5,09 Mrd. Euro und verfehlte damit Analystenschätzungen von 5,28 Mrd. Euro. Laut Vorstandschef Rajeev Suri sei der Umsatzeinbruch auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und die Geschäftslage in China zurückzuführen.

"Wir gehen davon aus, dass sich der Großteil der Umsätze, die aufgrund von Covid-19 im vergangenen Quartal ausblieben, auf später verschieben wird", sagte Suri an seinem letzten Tag als Nokia-Chef. Nachfolger wird Pekka Lundmark, der zuvor den finnischen Versorger Fortum geführt hatte. (APA, 31.7. 2020)