Der riesige Brand war am Freitag unweit von San Bernadino ausgebrochen. Brandstiftung kann noch nicht ausgeschlossen werden.

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San Bernardino – Ein gewaltiger Brand bedroht tausende Häuser in Kalifornien. Es seien mehr als 1.300 Feuerwehrleute am Kampf gegen die Flammen im Süden des US-Bundesstaates beteiligt, teilten die Behörden am Sonntag (Ortszeit) mit. Trotzdem sei der Brand außer Kontrolle. Mindestens 2.600 Häuser wurden den Angaben zufolge bereits evakuiert, fast 7.800 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen.

Das Feuer war am Freitag in der Nähe von San Bernardino ausgebrochen. Bis Sonntag wurden mehr als 8.000 Hektar Land zerstört, Rauchschwaden waren auch aus weiter Ferne zu sehen. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar. Die Behörden schlossen nach eigenen Angaben aber Brandstiftung nicht aus.

Übers Wochenende breiteten sich die Brände weiter aus. Die Flammen wüteten inzwischen auf einer Fläche von rund 83 Quadratkilometern, teilte die Forstverwaltung am Sonntag mit. Bis zum Abend (Ortszeit) habe das Feuer nur zu fünf Prozent unter Kontrolle gebracht werden können. Es sei zwar niemand verletzt worden, die Flammen hätten aber ein Haus zerstört. Rund 8.000 Einwohner seien aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Betroffen sind die Bezirke Riverside und San Bernardino östlich von Los Angeles.

ORF

Mehr Waldbrände in Brasilien

Auch die Zahl der Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet im Juli ist im Vergleich zum Vorjahresmonat drastisch gestiegen. Wie die brasilianische Weltraumagentur Inpe am Samstag unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte, gab es im Juli dieses Jahres 6.803 Waldbrände in der Region, im Vorjahresmonat waren es 5.318. Dies entspricht einem Anstieg um 28 Prozent. Allein am 30. Juli habe es mehr als tausend Waldbrände gegeben, erklärte Inpe. Es handle sich um die höchste Zahl an Waldbränden an nur einem Tag im Juli seit 15 Jahren. (APA, 3.8.2020)