Eine Scheidung oder Trennung der Eltern bedeutet für Kinder meist eine große Veränderung. Gewohntes scheint von heute auf morgen plötzlich wegzufallen. Meist ändert sich die Wohnsituation, möglicherweise auch der Kindergarten oder die Schule. Allem voran steht jedoch der gefühlte Verlust eines Elternteils. Auch wenn Trennungen für manche Kinder durchaus eine Erleichterung bedeuten können – vor allem wenn die Beziehung der Eltern durch negative Stimmung und Streit geprägt war –, fällt es vielen schwer, mit der neuen Situation umzugehen. Besonders dann, wenn neue Partner oder Partnerinnen der Eltern ins Spiel kommen.

Auf Tuchfühlung mit dem neuen Partner – meist braucht es einige Zeit, um als "neue" Familie zusammenzuwachsen.
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Kein Papa- oder Mama-Ersatz

Meist ist die erste Phase des Kennenlernens herausfordernd für Kinder, aber auch für die Eltern und deren neue Beziehung. Vor allem dann, wenn bei Kindern die Trauer über die elterliche Trennung und das Gefühl des Verlustes noch stark präsent sind. Auch die möglicherweise entstandene Wut auf einen Elternteil kann eine nicht unwesentliche Rolle spielen und die Akzeptanz eines neuen Partners oder einer neuen Partnerin deutlich erschweren. Umgekehrt ist es auch für die neuen "Familienmitglieder" schwierig, sich den Kindern zu nähern, ohne für diese gleich ein unerwünschter Papa- oder Mama-Ersatz zu sein. Wie sehr man sich in die neue Familie einbringt und wie stark man an der Erziehung der Kinder überhaupt teilhaben darf oder möchte, sollte bestenfalls mit dem Partner oder der Partnerin geklärt werden.

Wie gehen Ihre Kinder mit Ihrem neuen Partner, Ihrer neuen Partnerin um?

Haben Sie die neue Situation mit Ihren Kindern besprochen? Welche Reaktionen äußerten diese? Wie geht es Ihnen und Ihrer neuen Beziehung damit? Und hat sich die Situation im Laufe der Zeit verändert? (mawa, 5.8.2020)