Das Gute an der Krise: Man kann altbekannte, teilweise als überlaufen verschriene Reiseziele neu entdecken. Das gilt auch für jene Destinationen, wo sich ein Städtetrip mit einem Strandurlaub verbinden lässt. Und das in aller Ruhe, denn an vielen Orten ist heuer garantiert weniger los als in den Jahren zuvor. Hier einige Städte mit nahe gelegenem Strand, die man unter Einhaltung der jeweils gegebenen Corona-Regeln und -Maßnahmen problemlos besuchen kann.

La Barceloneta, Spanien

Gehört schon zu den Klassikern unter den Städten mit Strand: Barcelona. 32 Kilometer Sandstrand trennen die katalanische Metropole vom Mittelmeer. Das Beste: Der Strand ist mit der U-Bahn gut zu erreichen. Die beliebteste Badestelle findet man in La Barceloneta, einem ehemaligen Fischerdorf, das beinahe direkt an das beliebte Barri Gòtic grenzt. Tipp: Wer noch mehr Wert auf Social Distancing legt, kann sich einen Picknickkorb packen und nach Nova Icaria nördlich von Barceloneta fahren. Dort war auch in "normalen" Zeiten wenig los.

La Barceloneta
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San Sebastián, Spanien

Einen der schönsten Stadtstrände der Welt findet man in San Sebastián: Der Playa de la Concha zieht sich feinsandig in unmittelbarer Nähe zur Altstadt auf 1,4 Kilometern wie eine Sichel rund um die Bucht. Die Promenade bietet zudem eindrucksvolle Aussichtspunkte wie den Pico del Loro oder den Miramar Jauregia im Westen.

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Dubrovnik, Kroatien

Dubrovniks Gassen wirken durch das Ausbleiben der Kreuzfahrttouristen fast wie menschenleer. Man hat die wundervolle Altstadt, die ringsum von alten Stadtmauern gesäumt ist, also ganz für sich alleine und kann deren prächtige Bauwerke wie die Kirche des heiligen Blasius in Ruhe bestaunen. Abseits des Altstadtflairs findet man in Dubrovnik einige der schönsten Küstenabschnitte, die Kroatien zu bieten hat – türkisblaues Meer, wild anmutende Fels- sowie gemütliche Kiesstrände inklusive. Und wer auch für Ausflüge zu haben ist, der kann sich obendrein zu Orten wie dem nahen Eiland Lokrum oder der ein wenig weiter entfernten Insel Mljet aufmachen und die dortige Schönheit der Natur bewundern.

Zadar
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Zadar, Kroatien

Die Küstenstadt Zadar liegt in Dalmatien und ist umringt von prächtigen kroatischen Inseln – der perfekte Ausgangspunkt also für spannende Inselausflüge voll von blauem Meer, weißen Stränden, strahlendem Sonnenschein und erfrischendem Planschen in den kühlen Wellen. Wer nicht nur am Strand liegen, sonnenbaden und wellenreiten möchte, der kann sich hier aber genauso auch eine der historischen Kirchen ansehen oder in eines der zahlreichen Museen gehen – und auch kulinarische Abenteuer kann man an der kroatischen Küste erleben. Zadar bietet somit wirklich alles für einen spannenden und gleichzeitig relaxten Urlaub zwischen Stadt und Strand.

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Valetta
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Valletta, Malta

Malta bietet sich auch für Kurztrips über das Wochenende an. Zwar ist die Insel nicht unbedingt für ihre feinen Sandstrände bekannt, die vielen kleinen Buchten sind aber lohnend. Wer etwa auf den Felsen auf Höhe des Fort Tigné in Sliema liegt, hat von dort einen beeindruckenden Blick auf die Kulisse der Hauptstadt Valletta. Die Stadt steckt hier einen Bereich des Hafenbereichs mit Bojen und Schnur zum Baden ab.

Corona-Bestimmungen Malta: visitmalta.com/de/covid-19

Athen, Griechenland

In der griechischen Hauptstadt findet man Sehenswertes und Historisches an jeder Ecke. Man kann aber nicht nur Geschichte hautnah erleben. Athen eignet sich auch bestens dafür, Städtetrip und Strandurlaub zu kombinieren, schließlich liegt die Metropole am Meer. Von Vouliagmeni im Süden der Stadt bis hin zu Schinias im Norden findet man wundervolle Sandstrände und blaues Meer. Einige sind mit sogar mit den Öffis erreichbar.

Peraia bei Thessaloniki
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Thessaloniki, Griechenland

Geprägt von römischen, byzantinischen sowie osmanischen Einflüssen, findet man in der zweitgrößten Stadt Griechenlands sehenswerte Bauwerke wie den berühmten Weißen Turm der Stadt, die Hagia Sophia von Thessaloniki oder auch die Überreste des Bogens von Galerius sowie eines eindrucksvollen römischen Forums. Auch zahlreiche Museen und Galerien warten hier darauf, besucht zu werden. Touristen können ihre Städtereise gut mit ein paar Stunden am Strand verbinden. Per Taxi oder Bus fährt man rund 40 Minuten, um nach Peraia zu gelangen. Das Baden an den flachen Strände lässt sich gut mit Landung oder Abflug verbinden, da Peraia nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt ist.

Corona-Bestimmungen Griechenland: visitgreece.gr/en/home/about_covid_19

Palermo, Italien

Die Hauptstadt Siziliens ist der ideale Startpunkt für eine Inseltour, gibt es auf dem italienischen Eiland doch jede Menge zu sehen und tun: Von griechischen Tempeln bis hin zum Etna findet man Sehenswürdigkeiten und Naturwunder an jeder Ecke, und natürlich gibt es auf Sizilien auch spektakuläre Strände, die zum Sonnenbaden, Abkühlen in den Wellen, Verausgaben beim Wassersport oder einfach Relaxen mit Blick über das Meer einladen.

Bari
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Bari, Italien

Mehrere lange Sandstrände findet man in Bari, der größten Stadt Apuliens – und das quasi mitten in der Stadt. Nördlich des Zentrums gibt es den Lido San Francesco Alla Rena, südlich die Spiaggia Pane e Pomodoro.

Corona-Bestimmungen Italien: salute.gov.it

Nizza, Frankreich

Nizza ist quasi das Herzstück der französischen Riviera. Neben Traumstränden und jeder Menge Möglichkeiten für entspannte Stunden beim Sonnenbaden sowie für Ausflüge am Meer und beim Wassersport erwartet den Urlauber in Nizza auch viel Kultur: Zahlreiche Denkmäler und Bauwerke zeugen von der reichen Geschichte der Stadt, geprägt von griechischen und vielen weiteren Einflüssen. Auch wer seine Zeit am liebsten in Museen und Galerien verbringt, wird sich hier schnell wohlfühlen, denn auch davon stehen mehr als genug zur Verfügung.

Marseille
Foto: AFP/CLEMENT MAHOUDEAU

Marseille, Frankreich

Stadtnahes Baden geht auch in Marseille. Die Stadt verfügt über schöne Buchten mit kristallklarem Wasser. Viel Platz bietet das Areal Plage du Prado, das mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln leicht zu erreichen ist. Wer einen Mietwagen, ein Fahrrad oder einen Roller hat, kann zudem die Steilküste des Nationalparks Calanques erkunden. Man meint, in der Wildnis zu sein, befindet sich aber mitten im Stadtgebiet.

Corona-Bestimmungen Frankreich: at.france.fr/de/nuetzliche-tipps/ info-coronavirus-die-situation-in-frankreich

Wismar, Deutschland

Wismar haben wohl die wenigsten auf dem Radar, wenn es darum geht, eine Städtereise mit einem Strandurlaub zu kombinieren. Dabei weiß Wismar nicht nur mit einem sehr gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern zu punkten, sondern auch mit der Nähe zum Wasser. Die sechstgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns liegt an der Ostseeküste in der Wismarer Bucht. Einen besonders schönen Blick auf den historischen Kern der Hansestadt und das Wasser bietet sich am Alten Hafen. Die Stadt hat zwar einen eigenen Badestrand, doch der bietet weder eine touristische Infrastruktur noch einen tollen Blick. Es lohnt sich also, nach dem Stadtbesuch auf die vorgelagerte Insel Poel zu fahren und dort beispielsweise die Strände Am Schwarzen Busch zu besuchen, auch das Ostseebad Boltenhagen ist von Wismar aus schnell erreicht.

Lübeck
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Lübeck, Deutschland

Wer Wismar schon gesehen hat, der macht sich auf den Weg nach Lübeck. Zwanzig Autominuten vom Lübecker Stadtzentrum entfernt erstreckt sich zwischen Travemünde und Dahme der 55 Kilometer lange Ostseestrand der Lübecker Bucht. Gerade im Frühling und Sommer eignet sich Lübeck daher für einen Stadturlaub mit Strandbesuch. Untertags kann man sich in einem der Strandkörbe des historischen Ostseebads Travemünde faulenzen oder an der Kurpromenade des Ostseebads Timmendorf entspannen. Der Küstenabschnitt bietet Badeplätze für jeden Geschmack: Steilküste, Sandabschnitte, Grünflächen sowie Naturstrände, einen FKK-Strand und einen Hundebadesteg. Auch Wind- und Kitesurfen ist sehr populär. Abends lädt Lübeck mit seiner auf einer Insel gelegenen Altstadt und mittelalterlichem Flair zum Bummeln und Verweilen ein. (max, 5.8.2020)

Corona-Bestimmungen Deutschland: germany.travel/de/info/sars-cov-2.html

Bevor man einen Europa-Trip in Erwägung zieht, sollte man die aktuellen Hinweise des Außenministeriums beachten: bmeia.gv.at