Donald Trump meint, dass die USA mit einer geringen Zahl an Todesfällen gut durch die Corona-Krise kommen. Das erklärte er zumindest in einem "Axios"-Interview.

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In einem Interview mit dem "Axios"-Journalisten Jonathan Swan, das am Montag auf dem Sender HBO ausgestrahlt wurde, hat US-Präsident Donald Trump keine allzu gute Figur gemacht – zumindest wenn man kein Freund alternativer Fakten ist. So erklärte er Swan, dass die Coronavirus-Pandemie so weit wie möglich unter Kontrolle gebracht worden sei. Es stimme, dass Menschen gestorben seien, und: "Es ist, wie es ist."

Trump bestand in dem Interview darauf, dass die Corona-Todesraten in den USA "niedriger als auf der Welt sind, niedriger als in Europa". Als Swan den US-Präsidenten darauf aufmerksam machte, dass dieser die Todesfälle in Relation zu den positiv getesteten Fällen und nicht in Relation zur Bevölkerungszahl betrachte – was nämlich ein ganz anderes Bild ergäbe –, meinte Trump: "Das können Sie nicht machen. Sie müssen nach den Fällen gehen."

Die Zahlen aus Südkorea

Als das Gespräch auf Südkorea kam und Swan die niedrigen Todesraten dort ansprach, antwortete Trump mit: "Das wissen Sie nicht." Auf die Nachfrage, ob Trump meine, dass die Südkoreaner die Statistik fälschen würden, meinte Trump: "Darauf werde ich nicht eingehen. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu Südkorea."

Trump erklärt in dem Interview auch, dass es Personen gebe, die meinten, man könne zu viel testen. Auf die Nachfrage, wer das denn behaupte, antwortete Trump: "Lesen Sie Gebrauchsanweisungen, lesen Sie Bücher." Welche er damit meinte, ließ er allerdings offen. (glu, 4.8.2020)