Max Verstappen sagt an.

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Silverstone – Mercedes und dann lange nichts. Der Rennstall von Teamchef Toto Wolff hat die bisherige Formel-1-Saison mit Dreifach-Sieger Lewis Hamilton und Österreich-GP-Gewinner Valtteri Bottas eindruckvoll dominiert. Max Verstappen hat sich mit drei Podestplätzen als Nummer 3 etabliert. Um Siege zu kämpfen sei schwierig, meinte der Red-Bull-Pilot. "Aber wir versuchen, es ihnen nicht einfach zu machen."

Am vergangenen Sonntag hatte der Brite Hamilton in Silverstone seinen Heim-GP trotz Reifenpanne in der letzten Runde zum siebenten Mal gewonnen. Beim 70-Jahr-Jubiläums-Grand-Prix der Formel 1 am Sonntag (15.10 Uhr/live ORF 1 und Sky) auf dem gleichen Kurs könnten jedoch neue, weichere Reifen des Exklusivausrüsters Pirelli und wärmeres Wetter etwas veränderte Bedingungen sowie eine andere Rennstrategie zur Folge haben.

Realismus bei Verstappen

Verstappen, der im Steiermark-GP Dritter und zuletzt zweimal Zweiter war, meinte jedoch, man müsse im Vergleich mit Mercedes realistisch bleiben. "Da, wo wir jetzt mit der Geschwindigkeit sind, wird es unter normalen Umständen schwierig, mit ihnen um Siege oder den Titel zu kämpfen. Aber unser Auto wird besser, wenn wir also dranbleiben können, gibt es immer eine Chance. Wir arbeiten hart, um das Loch zu schließen", erklärte der Niederländer in einer Aussendung seines Teams.

Nur sechs Punkte beträgt der Rückstand des 22-Jährigen auf den zweitplatzierten Finnen Bottas. Es sei Glück gewesen, dass dieser durch den Reifendefekt im Finish in der vorigen Woche vom zweiten Platz noch aus den Punkterängen gefallen sei, gab Verstappen zu. "Aber ich bleibe dran und probiere es jede Woche. Es gibt noch eine Menge Rennen, hoffentlich können wir den Druck erhöhen", erklärte der achtfache GP-Sieger. "Auf dem Podium zu stehen ist immer gut. Und man weiß nie, was am Wochenende passiert. Das Finale des letzten Rennens war ziemlich verrückt."

Erinnerung

Die Formel 1 hatte vor 70 Jahren, am 13. Mai 1950, in Silverstone auf dem ehemaligen Militärflugplatz im Nordwesten Londons ihren ersten WM-Lauf ausgetragen. Der Italiener Giuseppe Farina trug sich damals im Alfa Romeo als Premierensieger in die Annalen ein. (APA; 5.8.2020)