Schon im vergangenen September hatte die Gemeinde im norditalienischen Aostatal zwei Straßen gesperrt, weil der Planpinceux-Gletscher einzustürzen drohte.

Foto: AP / Moreno Vignolini

Etwa 70 Personen – 15 Einwohner und mehr als 50 Touristen – mussten am Donnerstag den niederen Teil des Tals Val Ferret in der Bergortschaft Courmayeur auf der italienischen Seite des Mont Blanc verlassen. Der Einsturz eines Teils des Planpinceux-Gletschers wurde befürchtet. Rund 500.000 Kubikmeter Eis könnten abbrechen, warnten die Behörden, die die Evakuierung organisierten.

Der Gletscher droht wegen der steigenden Temperaturen in den vergangenen Tagen einzustürzen, warnten Glaziologen. Die Gemeinde Courmayeur plante Hilfe für die evakuierten Bewohner der Ortschaft. Schon im vergangenen September hatte die Gemeinde im norditalienischen Aostatal zwei Straßen gesperrt, weil der Planpinceux-Gletscher einzustürzen drohte. Die Straßen blieben damals bis Mitte November geschlossen. Der 4.810 Meter hohe Mont Blanc (Monte Bianco) erhebt sich an der Grenze zwischen Frankreich und Italien. (APA, 6.8.2020)