Maduro inszenierte sich diese Woche bei den Feierlichkeiten zum 83. Bestehen der Nationalgarde.

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Caracas/Washington – Nach einer gescheiterten Kommandoaktion zur Entführung von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro sollen zwei beteiligte US-Söldner verurteilt worden sein. Luke Denman und Airan Berry hätten sich zu ihrer Verantwortung bekannt und zugegeben, Verbrechen der Verschwörung, des illegalen Waffenhandels und des Terrorismus begangen zu haben, teilte Generalstaatsanwalt Tarek am Freitag mit.

Deshalb seien sie zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt worden, twitterte Saab am Freitag (Ortszeit). Die Anhörung gehe mit weiteren Angeklagten weiter. Das "Recht auf Verteidigung" sei ignoriert worden, schrieb der Menschenrechtsanwalt Alonso Medina Roa ebenfalls im Online-Kurznachrichtendienst Twitter.

Im Mai waren nach offizieller Darstellung mehrere bewaffnete Gruppen von Kolumbien aus in Venezuela eingedrungen. Mindestens acht Menschen wurden bei Kämpfen mit Sicherheitskräften demnach getötet, zahlreiche weitere festgenommen. Hinter der "Operation Gedeón" soll die vom früheren US-Elitesoldaten Jordan Goudreau geleitete Söldnerfirma Silvercorp stecken.

Offenbar wollten die Söldner Maduro festsetzen und in die Vereinigten Staaten bringen, wo er wegen Drogenhandels angeklagt und ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde. Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte weitere 22 Haftbefehle gegen mutmaßliche Mittäter. (APA/dpa, 8.8.2020)