Mindestens 1300 Menschen demonstrierten am Samstag in Wien.
DER STANDARD

Die kürzlich gegründete IG Clubkultur, eine bundesweite Interessensgemeinschaft für Veranstalter und Clubbetreiber, hat am Samstag unter dem Motto #savetherave zu einer Demonstration in Wien aufgerufen. Lautstark sollte auf ihre prekäre Situation infolge der Coronakrise aufmerksam gemacht werden. Laut Polizei folgten 1300 Teilnehmer dem Aufruf, Zwischenfälle (Stand: 19 Uhr) gab es keine. Die Veranstalter hatten zuvor 4000 Teilnehmende prognostiziert.

Aufforderung zum Abstandhalten

Der Protestzug sammelte sich am Nachmittag beim Praterstern, nicht zuletzt, weil sich dort mit dem Wiener Fluc eine Institution der Wiener Clubkultur befindet. In Etappen wurde bis zum Heldenplatz gezogen, wo am Abend die Abschlusskundgebung stattfand. Durch die Positionierung der Wägen konnten größere Menschenansammlungen auf einem Fleck weitestgehend verhindert werden, zum Abstandhalten und Maskentragen wurde immer wieder aufgerufen.

Forderungen

Die Organisatoren hatten bereits im Vorfeld ihre Forderungen, die hier nachgelesen werden können, an die Politik adressiert. Zu ihnen gehören, dass keine Kulturräume durch die Krise verloren gehen dürfen, weiters wird eine generelle Aufhebung der Sperrstunde, oder die behördliche Vereinfachung von Veranstaltungen im öffentlichen Raum gefordert.

Man wünscht sich neben klaren Perspektiven für die Zukunft auch akute finanzielle Hilfe. Denn viele Locations würden wegen der inzwischen monatelang andauernden Schließungen im Nachtclubbereich bereits kurz vor dem Aus stehen, so die Warnung. (abs, APA, 8.8.2020)