Steve Wozniak, Apple-Mitgründer.

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Für viele ist der Name Apple untrennbar mit einer Person verbunden: Steve Jobs. Vor allem jenen, die sich in gesteigertem Ausmaß für Technik interessierten, ist aber noch ein zweiter Steve mindestens ebenso wichtig: Steve Wozniak war der Nerd im Gespann der Apple-Gründer, jener der für den eigentlichen Bau der Hardware der ersten Geräte des Hardwareherstellers verantwortlich zeichnete. Am 11. August 1950 im kalifornischen Sunnyvale geboren, feiert der "Woz", wie er gerne auch genannt wird, nun seinen 70. Geburtstag.

Ansätze

Seine Affinität für Computer wurde dabei schon in frühen Jahren geweckt, wie heise.de nacherzählt. So begann er schon als Teenager damit Bauteile zusammenzulöten. Auf der High School kam es dann zur schicksalshaften Begegnung mit Jobs, beide teilten sich den Spaß am Basteln mit Elektronik. Dies trieb sie auch zu Projekten, die im nachhinein betrachtet rechtlich nicht immer einwandfrei waren: So fanden sie etwa heraus, wie das Telefonsystem der USA so manipuliert werden konnte, dass damit kostenlos telefoniert werden konnte.

Der entscheidende Schritt war dann aber eben die Gründung von Apple im Jahre 1976 und die Vorstellung des Apple I, der noch ohne Tastatur und Gehäuse ausgeliefert wurde. Den ersten richtigen Hit landeten die beiden Steves dann mit dem Apple II, der in seinem Kunststoffgehäuse auch Nutzer außerhalb der Bastlerszene adressierte. Das Genie von Wozniak war es dabei mit sehr wenigen Bauteilen für die damalige Zeit komplexe Aufgaben wie die Darstellung von Grafiken und Farben zu ermöglichen. Der Erfolg war riesig, durch den Börsengang Apples im Jahr 1980 wurden die beiden zu Millionären.

Bruch

Die Partnerschaft sollte allerdings nicht mehr allzu lange halten: Im Februar 1981 verletzte sich Wozniak beim Start eines von ihm gesteuerten Keinflugzeugs, was zu einem vorübergehenden Gedächtnisverlust führte. 1983 kehrte Wozniak dann zwar zu Apple zurück, zog sich aber 1985 bereits wieder aus dem operativen Geschäft zurück. Angestellter von Apple ist er allerdings bis heute – wenn auch nur mehr mit einem symbolischen Gehalt.

Immer eine Meinung

Leise ist Wozniak dadurch aber keineswegs geworden: Immer wieder lässt er mit pointierten Aussagen zum Techgeschehen aufhorchen. So reichte er erst vor wenige Wochen eine Klage gegen Youtube ein, weil auf der Plattform regelmäßig ohne seine Zustimmung mit seinem Namen Bitcoin-Betrug betrieben wird. Doch auch zu Apple meldet er sich immer wieder zu Wort. So verlieh er vergangenen September seiner Meinung Ausdruck, dass der iPhone-Hersteller mittlerweile zu groß geworden sei, und sich eigentlich schon vor Jahren selbst in mehrere Firmen aufteilen hätte sollen.

Livestream-Party mit Geschenken

Seinen Geburtstag will Wozniak standesgemäß begehen. So wird es eine Party mit diversen Stargästen in Form eines Livestreams auf Twitch geben, dessen Erlös der Inspiring Children Foundation zukommen soll. Für europäische Interessenten ist dieser Event allerdings nicht optimal angelegt, soll er doch in der Nacht auf Mittwoch um 2 Uhr morgens (MESZ) beginnen. Der Party sollen dann "11 Tage an Wozdom" folgen, in deren Verlauf es verschiedene Herausforderungen geben soll, für deren Lösung es Apple-Produkte zu gewinnen gibt. Wer mehr dazu wissen will, sei auf die eigene Webseite verwiesen, die zu diesem Zweck eingerichtet wurde. (red, 11.8.2020)