Ein gerissenes Stahlseil hat das gigantische Radioteleskop des Arecibo-Observatoriums in Puerto Rico schwer beschädigt. Der Betrieb sei während der Reparaturen unterbrochen, teilte die University of Central Florida in den USA mit. Ein rund 7,5 Zentimeter dickes Stahlseil, das Teil der Sicherungsstruktur für eine Metallplattform hunderte Meter über dem Hauptspiegel war, sei in der Nacht zum Montag aus unbekannter Ursache gerissen.

Aufnahme des verwüsteten Hauptspiegels.
Foto: AP

Gebeuteltes Observatorium

Im Herabfallen habe es einen etwa 30 Meter langen Riss im Hauptspiegel des Teleskops verursacht und auch die Kuppel sowie eine Plattform beschädigt. Es gab zunächst keine Angaben darüber, wie lange die Reparaturen dauern würden. Schäden, die der Hurrikan Maria 2017 am Observatorium verursachte, werden dort noch immer repariert. Die University of Central Florida verwaltet die Anlage im karibischen US-Außengebiet in Kooperation mit einem lokalen Universitätsnetzwerk und einem Privatunternehmen.

Eines der Stahlseile über dem Teleskop (Archivbild) ist gerissen.
Foto: AP/Brennan Linsley

Das Radioteleskop in Puerto Rico war bis 2016, als in China ein noch größeres in Betrieb ging, mit rund 300 Metern Durchmesser das größte der Welt. Es nahm im Jahr 1963 den Betrieb auf und ist noch immer eines der empfindlichsten Teleskope der Welt. (red, APA, 12.8.2020)