Bild nicht mehr verfügbar.

Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro schließt einen Kauf von Raketen aus dem Iran nicht aus.

Foto: reuters/quintero

Caracas – Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro schließt den Kauf von Raketen aus dem Iran nicht aus. "Mir erschien das eine gute Idee, und ich habe (Verteidigungsminister Vladimir) Padrino beauftragt, das volle Potenzial der iranischen Militärtechnologie zu prüfen", sagte der autoritär regierende Maduro in einem am Montagabend wiederholten Interview im venezolanischen Fernsehen. "Und wenn es möglich ist, werden wir diese Raketen zu gegebener Zeit kaufen."

Nach Angaben des iranischen Außenministeriums gibt es noch keine entsprechende Anfrage aus Venezuela. "Wir haben diesbezüglich aus Caracas nichts erhalten", sagte Außenamtssprecher Said Khatibsadeh am Montag laut der Nachrichtenagentur Isna.

Hinweis aus Kolumbien

Der kolumbianische Präsident Iván Duque hatte in der vergangenen Woche unter Berufung auf Geheimdienst-Informationen gesagt, dass die venezolanischen Streitkräfte versuchten, Mittel- und Langstreckenraketen aus dem Iran zu erwerben.

Kolumbien gehört zu den erbitterten Gegnern Maduros. Dessen sozialistische Regierung ist international weitgehend isoliert, weil die USA sowie viele lateinamerikanische und europäische Staaten ihn nicht mehr als Staatschef anerkennen. Zuletzt baute er seine Beziehungen zu den verbliebenen Verbündeten aus. Der Iran schickte beispielsweise Tanker mit Benzin und ein Frachtschiff mit Lebensmitteln. (APA, 25.8.2020)