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Die Schweizer Wettbewerbsbehörde WEKO nimmt erneut den Telekomkonzern Swisscom unter die Lupe. Die Behörde gehe dem Verdacht nach, dass der Konzern bei einigen Projekten im Bereich Breitbandanbindung zu hohe Preise verlangt, teilte die WEKO am Dienstag mit.

Andere Fernmeldeunternehmen seien für solche Projekte auf die Netzwerkinfrastruktur von Swisscom angewiesen. Die WEKO gehe nun dem Verdacht nach, dass die Swisscom ihnen zu hohe Preise berechnet, so dass sie kein konkurrenzfähiges Angebot einreichen können.

Bereits 2016 hatte die WEKO die Swisscom wegen des Missbrauchs ihrer marktbeherrschenden Stellung bei der Live-Übertragung von Fußball- und Eishockeyspielen im Pay-TV zu einem Bußgeld von umgerechnet 64,6 Mio. Euro verdonnert. (Reuters, 25.8. 2020)