Eigens gegründete Maskenfirma erhielt keinen öffentlichen Auftrag

Palmers-Chef Wieser kritisiert, dass Schutzausrüstung aus China beschafft wird

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Der Bundeskanzler in der Maskenproduktion der Hygiene Austria, 19. Mai 2020.

Foto: APA/BKA/DRAGAN TATIC

Wien/Lenzing – Palmers-Chef Tino Wieser hat am Dienstagabend im ORF kritisiert, dass die im Mai in Kooperation mit der Firma Lenzing eigens zur Produktion von Schutzmasken in Österreich gegründete Firma Hygiene Austria LP bisher keinen öffentlichen Auftrag erhalten habe. Ihn störe besonders, dass offenbar weiterhin in China eingekauft werde.

"Es wäre wünschenswert, wenn österreichisches Steuergeld für österreichische Produkte ausgegeben wird und nicht die Wertschöpfung im Ausland stattfindet", sagte Wieser. Laut dem Beitrag kauft die öffentliche Hand billiger in China ein.

Kanzler besuchte Werk

Dabei habe Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einem Besuch im Frühjahr das Joint Venture noch ausdrücklich begrüßt, weil die Corona-Krise verdeutlicht habe, "wie wichtig es ist, dass wir in Österreich Unternehmen haben, die Schutzausrüstung produzieren können".

Derzeit kann das Unternehmen in Wiener Neudorf zwölf Millionen Masken pro Monat liefern, bald sollen es 25 Millionen sein. Abnehmer seien Industrie und Gewerbe am internationalen Markt. (red, APA, 26.8.2020)

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