Am wenigsten von der Krise betroffen ist Apple. Der iPhone-Hersteller verkaufte lediglich 0,4 Prozent weniger Handys.

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Die Corona-Pandemie hat auch die Smartphone-Hersteller getroffen. Im zweiten Quartal verkauften die Unternehmen 295 Millionen Handys an Endverbraucher. Das bedeutet einen Rückgang von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Analysten beim Marktforschungsunternehmen Gartner angeben. So stark waren die Verluste noch nie, und wie bei den meisten Wirtschaftsbereichen sind sie auf die Corona-Krise zurückzuführen. Anfang des Jahres, so der Analyst Ben Stanton von Canalys, verkauften sich Geräte noch gut – im Februar, als die Pandemie ausbrach, begann der Negativtrend.

Der größte Verlierer ist Samsung. Beim südkoreanischen Hersteller brachen die Verkäufe mit 54,7 Millionen Geräten um 27,1 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum in 2019 ein. Damals war die Firma mit 75,1 verkauften Smartphones unangefochtener Marktführer. Auch diesmal bleibt das Unternehmen zwar die Nummer eins, Huawei ist aber näher dran als je zuvor: Der chinesische Konzern verzeichnet einen Verlust von "nur" 6,8 Prozent und verkaufte somit 53,1 Millionen Geräte.

US-Sanktionen verbieten Google-Dienste bei Huawei

Angesichts der US-Sanktionen, die Us-Unternehmen verbieten, mit Huawei Geschäfte abzuschließen, fehlen wichtige Infrastrukturdienste, Google-Apps und das große Repertoire an Apps im App-Store. Gerade in China wird dieses Vorgehen als unfair gesehen, weswegen der Smartphone-Hersteller vor allem dort immer mehr dominiert – und Huaweis dadurch entstehende Verluste ein wenig abfängt.

Xiaomi und Oppo müssen hingegen einen Rückgang um 21,5 beziehungsweise 15,9 Prozent verkraften. Am wenigsten von der Krise betroffen ist Apple, der US-Konzern verkaufte lediglich 0,4 Prozent weniger Handys. (red, 27.8.2020)