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Das Leipziger Stadion harrt einer teilweisen Füllung.

Foto: Reuters/ Hannibal Hanschke

Leipzig – RB Leipzig darf vor mehreren Tausend Fans in die neue Saison der deutschen Fußball-Bundesliga starten. Zum Spiel gegen Mainz am 20. September werden laut Angaben der Leipziger bis zu 8.500 Zuschauer zugelassen. Das entspricht 20 Prozent des Fassungsvermögens der Red Bull Arena. Die Stadt Leipzig bestätigte die Freigabe am Dienstagnachmittag.

Bedingung ist unter anderem eine Maskenpflicht für die Zuschauer sowie strenge Abstandsregeln. Diese werden unter anderem mit einer Cluster-Bildung der Zuschauer erreicht, bei der zwischen kleinen Zuschauergruppen ausreichend Platz gelassen werden muss. Die Karten für das Spiel werden unter Dauerkarten-Inhabern verlost und nicht in den freien Verkauf kommen. Wer ein Ticket möchte, muss seinen Wohnsitz außerdem in Sachsen haben.

Die Genehmigung der Gesundheitsbehörde ist allerdings abhängig vom Infektionsgeschehen in Leipzig und kann bei negativer Entwicklung wieder entzogen werden.

Nagelsmann: "Großartige Nachricht"

Trainer Julian Nagelsmann begrüßt die Rückkehr der Zuschauer ins Leipziger Stadion. "Es ist eine großartige Nachricht – vor allem für unsere Fans, aber auch für das Team", sagte der 33-Jährige: "Das letzte Spiel mit Zuschauern liegt fast sechs Monate zurück und wir haben immer wieder betont, wie sehr uns die Fans und die Atmosphäre fehlen."

Watzke: "Kein großes Risiko"

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund begrüßt die Teilzulassung von Zuschauern beim Ligarivalen und hält diesen Schritt auch in Nordrhein-Westfalen bald für möglich. Für ihn sei eine Zuschauerzahl im einstelligen Tausenderbereich "kein großes Risiko", sagte der 61-Jährige am Dienstag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und sprach weiter von einem "mutigen, aber gleichzeitig sehr besonnenen Schritt."

Die Unterstützung der Fans verschaffe den Sachsen "natürlich einen kleinen Wettbewerbsvorteil", merkte Watzke an, diesen müsse man allerdings "in Kauf nehmen, wenn man möchte, dass sich – immer auf Basis des jeweiligen Infektionsgeschehens und eines durchdachten, verantwortungsbewussten Konzeptes – etwas bewegt."

Auch bei den Fußballvereinen in NRW hält er eine Rückkehr nach Leipziger Vorbild für möglich. "Dazu müsste zunächst ein entsprechendes Signal der Landesregierung kommen", betonte Watzke. (APA, dpa, sid, red, 1.9.2020)