Während sich so manche Ecken der Stadt über die Jahren nur wenig verändert haben, sind andere kaum wiedererkennbar, wenn man alte Aufnahmen mit heute vergleicht: Grüne Flächen sind Gebäuden gewichen, Straßen sind zugeparkter oder aber auch gänzlich autofrei geworden. Neue Stadtteile wurden aus dem Boden gestampft. Umgekehrt leben so manche Institutionen wie Kinos, Theater oder kleine Läden nur noch in der Erinnerung der Bewohner oder auf Bildern weiter. Oder Schriftzüge an Hauswänden lassen erahnen, um welches Gebäude oder Geschäft es sich früher gehandelt haben könnte. Doch glücklicherweise gibt es genügend Bildmaterial, das an das Wien vergangener Zeit erinnert. Hier die Einsendungen unserer User in einer Ansichtssache:

Eine großartige Luftaufnahme mit Blick auf die Wiener Innenstadt und die Hofburg schickt User Johannes Moder. Das Bild entstand im Jahr 1988.

Foto: Johannes Moder

Vor seinem Abriss wurde der Wiener Südbahnhof im November 2009 von Manuel Dibarbora fotografisch festgehalten.

Foto: Manuel Dibarbora

STANDARD-Fotograf Matthias Cremer hat in seinem Archiv gestöbert und ein altes Foto der Wiener Gasometer gefunden. Es stammt aus dem Jahr 1985.

Foto: Matthias Cremer

Ein sehr junges altes Foto kommt von Paul Richter mit folgender Nachricht: "Das Rinterzelt wurde 2019 abgerissen und ist somit verschwunden. Immerhin war es ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt in und um Wien."

Foto: Paul Richter

Wolfgang König hat das Hochwasser im Jahr 1975 fotografisch festgehalten. Zu sehen ist der reißende Wienfluss und das Hietzinger Amtshaus.

Foto: Wolfgang König

Christian Scherling schickt ein Foto aus dem Jahr 2013 vom abgebrannten Partyschiff "Buho Verde" am Donaukanal mit der Nachricht: "Es dauerte viele Monate bis es schließlich abtransportiert wurde. Der Brand war im Jänner 2012. So war es für einige Zeit ein traurig- melancholisches Wahrzeichen des Donaukanals."

Foto: Christian Scherling

Die ehemalige "Meierei Josef Ebner" wurde im Jahr 2010 von Thomas Metzner abgelichtet. Heute befinden sich am Standort in der Huttengasse in Ottakring ein Supermarkt und Wohnungen auf vier Etagen.

Foto: Thomas Metzner

Thomas Wollinger schickt Fotos aus dem Jahr 2007 mit folgender Nachricht: "Diese herrlich subversiven Figuren haben mich seit der Kindheit begleitet – sie standen auf dem Platz vor Jack the Ripper. Nun sind sie verschwunden. Frage an die LeserInnen: Was ist aus ihnen geworden? Wo sind sie jetzt?"

Foto: Thomas Wollinger

Das Foto vom Eisbärengehege im Tiergarten Schönbrunn aus dem Jahr 1955 stammt von Wolfgang König. Ebenfalls zu sehen: Die Sicherheitsvorkehrungen dürften damals noch anders ausgesehen haben als heute. Auch interessant: Bereits im Jahr 1799 wurden die ersten Eisbären im Tiergarten angesiedelt.

Foto: Wolfgang König

Christoph Molin Pradel sendet dieses Foto mit folgender Nachricht: "Das ist das alte Kaffeehaus 'Café Appelfeld' meiner Großmutter vor der Friedensbrücke in der Alserbachstraße 1090 Wien. Das ganze Haus wurde dann 1998 leider abgerissen. Ich hatte dort die schönste Kindheit, die man sich vorstellen kann (das Foto entstand 1983)."

Foto: Christoph Molin Pradel

Christian Helbock wohnt seit 1982 in diesem Haus an der Hernalser Hauptstrasse und fand dieses Foto im Nachlass seiner Vormieterin: "Es zeigt das Haus vermutlich in der Zwischenkriegszeit. Ein Bild aus einer inzwischen verschwundenen Welt."

Foto: Christian Helbock

Victoria Seda schreibt uns: "Meine Oma in den 70ern am Heldenplatz."

Dieses Foto, das Teil einer Serie über Wiener Mistkübel ist, zeigt den Votivpark und im Hintergrund links die Universität. Wolfgang Arthofer hat es im Winter 1988/89 aufgenommen. (Canon A-1, 28 mm Brennweite, Ilford HP5, 400-ASA SW-Film)

Foto: Wolfgang Arthofer

"Hochwasser am Überschwemmungsgebiet bei der alten Floridsdorfer Brücke um 1957. Das Überschwemmungsgebiet war die Steppe und Wüste meiner Räuber- und Gendarmspiele in der Kindheit. Seit es die Donauinsel gibt, gibt es das Überschwemmungsgebiet und das Hochwasser in der Form Gott sei Dank nicht mehr. Und die Floridsdorfer Brücke existiert auch nicht mehr. Sie wurde nach dem Reichsbrückeneinsturz gleichfalls erneuert", schreibt Günter Kranzl.

Foto: Günter Kranzl

Ein weiteres Bild von Günter Kranzl erreicht uns mit diesem Text: "Ein Amerikaner vor dem Floridsdorfer Amtshaus um 1957."

Foto: Günter Kranzl

Gerlinde Tichy zeigt, wie es 1994 im Wurstelprater so ausgesehen hat.

Foto: Gerlinde Tichy

"Das Haas Haus von Hans Hollein von Innen. Ich habe diese Bilder im Oktober oder November 1990 kurz nach der Eröffnung aufgenommen. Heute sieht man das Foyer und das Stiegenhaus und damit auch die Lichtkuppel nicht mehr. Die ursprünglichen kleinteiligen Geschäftsflächen wurden zusammengelegt und das frühere Foyer einverleibt, sowie Zwischendecken eingezogen. Dadurch ist am Stephansplatz zwar ein großer Geschäftsraum entstanden, ein wichtiger Teil der Architektur des Gebäudes ist dadurch aber nicht mehr sichtbar. Diese Ansichten konnten die Besucher des Haas Hauses nur wenige Jahre genießen und auch nur dann, wenn sie nach oben geschaut haben oder in den letzten Stock des Stiegenhauses aufgestiegen sind", schreibt Andreas Reinstaller.

Foto: Andreas Reinstaller

Das Foto von Harald Hartmann zeigt den Anflug auf die Piste 13 des Flugplatzes Aspern (heute Seestadt) am 22. Mai 1966.

Foto: Harald Hartmann

Das Postamt im 5. Bezirk im Jahr 1910. "Vorne sitzt mein Großvater", schreibt Heinz Körber.

Foto: Heinz Körber

"Die erste Adresse in Sachen Schönheit seit 1880. Als die Parfumerie Nägele & Strubell am Graben 27 zum k. u. k. Hoflieferanten ernannt wurde, blieb auch die aristokratische Hautevolee nicht mehr lange fern", schreibt Tina Hofbauer.

Foto: Tina Hofbauer

Ein zweites Bild kommt ebenfalls von Tina Hofbauer: "Anfang der 1950er-Jahre wurde das Geschäft an der exklusiven Adresse am Graben 27 umgebaut und erneuert."

Foto: Tina Hofbauer

Stefan Stieger schickt uns eine wunderschöne Fotostrecke aus dem Jahr 1976 mit folgender Nachricht: "Mein Vater war ein begeisterter Fotograf und hat unzählige Dias gemacht – auch von Wien. Nach seinem Ableben habe ich ungefähr 12.000 Dias digitalisiert."

Das erste Bild zeigt den Graben.

Foto: Stefan Stieger

Hier sieht man den Bau der U-Bahn vor dem Wiener Stephansdom. (1976)

Foto: Stefan Stieger

Der Wiener Stephansdom. (1976)

Foto: Stefan Stieger

Am Donaukanal mit Blick auf die Urania. (1976)

Foto: Stefan Stieger

Die eingestürzte Reichsbrücke. (1976)

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Foto: Stefan Stieger