Am Freitag findet wieder ein weltweiter Protesttag der Klimaschutzbewegung Fridays for Future statt. Im Bild zu sehen ist Greta Thunberg bei einer Kundgebung in Stockholm, auch in Österreich sind Proteste geplant.
Foto: Reuters

Greta Thunberg hat sich am globalen Klimaprotesttag an diesem Freitag an bewährter Stelle postiert: Die Anführerin der weltweiten Klimaschutzbewegung Fridays for Future versammelte sich am Freitagmorgen gemeinsam mit einem guten Dutzend weiterer Demonstranten vor dem Parlament in Stockholm, um dort wie viele weitere Menschen in aller Welt – darunter auch in Österreich – für einen stärkeren Kampf gegen die Klimakrise zu protestieren.

"Heute ist unser globaler Klimaaktionstag, und wir streiken an über 300 Orten!", schrieb die 17-jährige Schwedin zu einem Foto von der Aktion. In der Hand hielt Thunberg dabei neben ihrem berühmt gewordenen Protestschild mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik fürs Klima) ein weiteres Schild, auf dem sie darauf hinwies, Abstand zu halten und sich – in Schweden – nicht mit mehr als 50 Teilnehmern zu versammeln. "In Schweden sind Versammlungen mit mehr als 50 Personen wegen Covid-19 nicht erlaubt, deshalb passen wir uns an", schrieb Thunberg dazu, die außerdem einen Mund-Nasen-Schutz mit dem Emblem von Fridays for Future trug. Parallel teilte sie am Morgen fleißig Eindrücke von Protestaktionen aus anderen Weltteilen, etwa Australien, Bangladesch und Japan.

6.000 Menschen bei Demonstration in Wien

Weltweit sind heute viele Klimaschützer auf die Straße gegangen, um für strengere Umweltgesetze zu demonstrieren. Auch in Wien gab es mehrere Demonstrationen.
DER STANDARD

Rund um die Erde wollten Klimaschützer am Freitag auf die Straße gegen, um für mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise zu demonstrieren. Auch in Österreich haben an insgesamt zehn Orten Menschen demonstriert. Laut Fridays for Future Österreich waren es allein in Wien 6.000 Demonstranten, weitere 800 in Linz. Ziel war es, vor der Wien-Wahl klarzumachen, dass die nächste Stadtregierung die letzte ist, die für Wien das Pariser Abkommen einhalten kann. Das teilt Fridays for Future in einer Aussendung mit.

Der Protest in Österreich wurde von mehreren Organisationen und NGOs unterstützt, darunter auch die Gewerkschaft der Eisenbahnerinnen und Amnesty International. "Die Klimakrise verschärft sich zunehmend und ist Teil unserer Lebensrealität. Der Klimastreik sollte von der Bundesregierung als Startschuss für die rasche Umsetzung wichtiger Klimaschutzvorhaben angesehen werden. Besonders die Ökologisierung des Steuersystems kann nicht länger warten", sagte Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von Global 2000. WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner forderte, "eine Bundesregierung, die das Steuersystem komplett ökologisiert, umweltschädliche Subventionen abbaut und überall auf klimafreundliche Mobilität setzt". Parallel dazu brauche es "eine gewaltige Energiespar-Offensive". (APA, red, 25.9.2020)