Daniil Medwedew ist out.

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Keine Überraschung: Rafael Nadal hat das Sandplatzspiel nicht verlernt.

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Paris – Rafael Nadal hat sich bei der Rückkehr nach Paris keine Blöße gegeben. Der "König" der Tennis-French-Open begann seinen Weg zum angepeilten 13. Titelgewinn mit einem ungefährdeten Dreisatzsieg gegen den Weißrussen Egor Gerasimow. Nach 2:05 Stunden stand der 6:4,6:4,6:2-Erfolg des als Nummer zwei gesetzten Spaniers fest. Sein nächster Gegner ist Mackenzie McDonald (USA).

Überraschend ausgeschieden ist der an Nummer vier gesetzte Russe Daniil Medwedew durch eine 4:6, 6:7 (3:7), 6:2, 1:6-Niederlage gegen Marton Fucsovics aus Ungarn. Damit unterlag der Weltranglistenfünfte auch bei seinem vierten Antreten in Roland Garros in Runde eins, erstmals nicht gegen einen Franzosen. In den vergangenen drei Jahren war gegen Benjamin Bonzi, Lucas Pouille und Pierre-Hugues Herbert Endstation gewesen.

Den zweiten Satz verlor Medwedew durch einen Strafpunkt, nachdem er auf den Verlust eines langen Ballwechsels mit der Malträtierung seines Rackets reagiert hatte. Zwar erfing er sich wieder und gewann Durchgang drei, mit dem Fallen der Temperaturen ging aber auch das Niveau von Medwedews Spiel wieder nach unten. Für Fucsovics war es der erste Sieg im vierten Duell mit Medwedew sowie der erste des Weltranglisten-63. gegen einen Top-Ten-Spieler.

Serena Williams startete den Weg zum erhofften 24. Grand-Slam-Turniertitel schließlich ebenfalls souverän. Ihre Landsfrau Kristie Ahn leistete der 39-jährigen US-Amerikanerin anfangs einigen Widerstand, doch die Favoritin setzte sich 7:6(2),6:0 durch und fixierte ein Zweitrundenduell mit der Bulgarin Zwetana Pironkowa.

Für Vorjahresfinalistin Marketa Vondrousova kam hingegen das Aus. Die als Nummer 15 gesetzte Tschechin unterlag wenige Tage nach dem Halbfinaleinzug in Rom der Polin Iga Swiatek 1:6,2:6. Auch Swetlana Kusnezowa, die French-Open-Siegerin von 2009, schied zum Auftakt aus. Sie verlor gegen ihre russische Landsfrau Anastasia Pawljutschenkowa 1:6,6:2,1:6.

Ein episches Duell entsponn sich zwischen dem Italiener Lorenzo Giustino und dem Franzosen Corentin Moutet. Die Erstrundenpartie dauerte insgesamt 6:05 Stunden, ehe Giustino nach dem Matchball zum 0:6, 7:6 (9:7), 7:6 (7:3), 2:6, 18:16-Sieg glücklich auf den Boden sackte.

Es war das zweitlängste Match in der Historie von Roland Garros seit 1968. Nur das französische Duell 2004 zwischen Fabrice Santoro und Arnaud Clement, das Santoro mit 16:14 im letzten Durchgang für sich entschied, dauerte mit 6:33 Stunden noch länger. (APA, sid, 28.9.2020)