Die ganze Lufthansa-Konzernfamilie leidet unter der Coronakrise – auch die Lufthansa-Tochter Swiss.

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Wien/Frankfurt – Die Lufthansa-Tochter Swiss plant angesichts der Probleme in der Branche durch die Corona-Pandemie den Abbau von 1.000 Stellen. Dabei setze das Unternehmen auf freiwillige Maßnahmen, sagte der scheidende Swiss-Chef Thomas Klühr der Zeitung "Schweiz am Wochenende".

So solle es einen Einstellungsstopp, Teilzeitmodelle mit Gehaltsreduzierung und Frühverrentungen geben. Wenn man sich die Fluktuation unter den Beschäftigten in den vergangenen Jahren ansehe, sollte der Abbau von 1.000 Stellen ohne Kündigungen möglich sein. Swiss beschäftigt nach Angaben der Zeitung 9.500 Menschen.

Jahrelange Krise

Klühr sagte, die gegenwärtige Krise in der Branche werde wohl drei bis fünf Jahre anhalten. Ein weiterer Stellenabbau hänge dabei auch von der Frage ab, wie schnell sich der Markt erhole. Sollte sich das Swiss-Geschäft auf mittlere bis lange Sicht um 20 Prozent reduzieren, wovon man derzeit ausgehe, reiche ein Abbau von 1.000 Stellen aus. Sollte sich die Situation aber nicht verbessern, müssen weitere gestrichen werden.

Die Regierung der Schweiz hat das Unternehmen mit rund einer Milliarde Euro gestützt, damit es den durch die Virus-Pandemie verursachten Kollaps der Luftfahrtbranche übersteht. Wie viele andere Fluggesellschaften auch versucht Swiss mit Kostenreduzierungen gegenzusteuern.

Auch die österreichische AUA gehört zum von der Corona-Krise arg gebeutelten Lufthansa-Konzern. Die Bundesregierung hatte der Fluglinie mit einer millionenschweren Finanzspritze in der Krise unterstützt. (Reuters, 3.10.2020)