Jack Grealish wird diesen Tag wohl nie vergessen.

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Romeu jubelt nach seinem Treffer.

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Birmingham – Aston Villa hat dem amtierenden Meister der Premier League, dem FC Liverpool, am Sonntagabend eine 7:2-Niederlage zugefügt. Schon vor der Pause sorgte Ollie Watkins mit einem Hattrick (4., 22., 39.) und John McGinn (35.) für eine 4:1-Führung, Mo Salah (33.) hatte zwischenzeitlich verkürzt.

Nach der Pause sorgten Ross Barkley (55.) und Jack Grealish (66., 75.) für einen noch höheren Sieg, Salah (60.) traf ein zweites Mal.

Liverpool-Goalie Adrian, der für den verletzten Stammkeeper Alisson im Tor stand, leitete die deutliche Pleite mit seinem Patzer ein. Adrian spielte einen ungenauen Pass auf seinen Teamkollegen Joe Gomez. Villas Grealish schnappte sich den Ball und spielte sofort auf Watkins, der seine ersten Premier-League-Tore erzielte. In der zweiten Halbzeit hatte der Stürmer sogar einen vierten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber frei vor Adrian.

Für Liverpool war es der erste Punktverlust in der laufenden Saison. Im Jahr 1963 kassierten die Reds zum letzten Mal in einem Pflichtspiel sieben Tore.

In der Premier-League-Tabelle rangiert Aston Villa, das ein Spiel weniger absolviert hat als Liverpool, nun vor den "Reds" auf dem zweiten Platz. Die Klopp-Elf, die zuvor drei Liga-Siege in Serie eingefahren hatte, ist trotz der Pleite noch Fünfter. Der aktuelle Tabellenführer kommt trotzdem aus Liverpool: Der FC Everton steht bei zwölf Punkten.

Southampton feiert zweiten Saisonsieg

Ralph Hasenhüttl feierte mit dem FC Southampton den zweiten Saisonsieg. Die Saints gewannen am Sonntag das Heimspiel gegen das weiter sieglose West Bromwich Albion 2:0 (1:0) und schoben sich ins Tabellenmittelfeld vor.

Moussa Djenepo (41.) und mit einem herrlichen Volley Oriol Romeu (69.) erzielten die Tore beim zweiten Erfolg hintereinander.

Tottenham überrollt zehn rote Teufel

Jose Mourinho feierte mit Tottenham Hotspur einen deutlichen Sieg bei seinem Ex-Klub Manchester United. Nach einem turbulenten Start mit frühem Rückstand deklassierte der erste Europa-League-Gegner des LASK den englischen Rekordmeister im Stadion Old Trafford mit 6:1. Tottenham profitierte dabei auch von einer Roten Karte für die Red Devils, deren Trainer Mourinho von 2016 bis 2018 war.

Eine halbe Minute war in Manchester gespielt, als das Heimteam einen Foul-Elfmeter zugesprochen bekam, den Bruno Fernandes (2.) zum 1:0 nutzte. Es war der einzig positive Moment in 45 Minuten, die mit 1:4 im höchsten Halbzeitrückstand für United seit Start der Premier League 1992 enden sollten.

Tanguy Ndombele (4.) und Son Heung-min (7.) drehten die Partie für die Gäste aus London, ehe sich United-Angreifer Anthony Martial in der 28. Minute eine Tätlichkeit leistete und vom Platz flog. Danach trafen Harry Kane (31.), Son (37.), Serge Aurier (51.) und erneut Kane (79./Elfmeter) für die Gäste.

Arsenal schlägt Sheffield

Der Auftaktgegner von Rapid in der Europa League, Arsenal, kam unterdessen zum nächsten Erfolgserlebnis. Gegen Sheffield United agierten die Gunners fast eine Stunde lang harmlos, bis Trainer Mikel Arteta mit Offensivspieler Nicolas Pepe in der 58. Minute den Sieg einwechselte. Bukayo Saka (61.) und Pepe (64.) schossen Arsenal 2:0 in Führung, der Anschlusstreffer von David McGoldrick (83.) kam für Sheffield zu spät.

Leicester City gab in der vierten Runde erstmals Punkte ab. Die Foxes unterlagen West Ham United zu Hause mit 0:3 (0:2). Der ehemalige ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs saß bei den Gastgebern auf der Ersatzbank. (APA, red, 4.10.2020)