Dominik Wlazny alias Marco Pogo von der Bierpartei, Martha Bißmann von SÖZ und Anna Svec von Links wollen auch ins Fernsehen. Dem STANDARD sind sie hier Rede und Antwort gestanden.

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Der Babyelefant, er wird dieser Tage wieder bemüht. Allerdings geht es dieses Mal nicht ums Abstandhalten, sondern um den Wiener Wahlkampf. Vier Elefantenrunden werden wir bis zur Wahl am Sonntag gesehen haben – allein drei sind es in dieser Woche. Die Spitzenkandidatinnen von Links, Soziales Österreich der Zukunft und Bier – die drei Kleinparteien, die Wien-weit antreten – diskutieren in keiner dieser Runden mit. Und auch eine Diskussion zwischen den "Kleinen" fehlt. Sie fordern deswegen eine Babyelefanten-Runde. Zu Recht.

Denn, ganz ehrlich: Nach unzähligen Duellen kennt man die Stehsätze von Ludwig, Blümel, Hebein, Wiederkehr, Nepp und Strache auswendig. Die Moderatorinnen und Moderatoren können sich noch so bemühen, überraschend sind die Diskussionen eigentlich nur beim ersten Mal. Bestes Beispiel dafür ist der Schlagabtausch zwischen den ehemaligen (Partei-)Freunden Nepp und Strache: Das erste Aufeinandertreffen war großes Kino. Beim zweiten Mal wusste man schon, dass Nepp Strache zu Bescheidenheit raten wird, wenn Letzterer Dankbarkeit vom ehemaligen Zögling fordert.

Die Bierpartei ist auf Social Media die Nummer eins, Links war mit den Wahlplakaten Gesprächsthema ("Häupl würde Links wählen"), und SÖZ versteht sich als Migrantenpartei. Kurz gesagt: Die "Babyelefanten" würden frischen Wind bringen in eine Woche Politfernsehen, wo ohnehin schon alles gesagt wurde. (Lara Hagen, 8.10.2020)