In Valencia, der Heimat der Paella, wird das Reisgericht vorzugsweise am Sonntag in einem der zahlreichen Strandlokale und mit der ganzen Familie gegessen. Auch wenn man Paella – ohne Meerblick – daheim zubereitet, sollten mehrere Leute um den Tisch sitzen. Mit Fleisch, Fisch, Gemüse und viel Reis ist es doch ein eher deftiges Essen.

Ich bereite die Paella immer in meiner große Wok-Pfanne zu, die ist der spanischen Originalpfanne am ähnlichsten. Bei den Zutaten mische ich Fleisch und Fisch, ein paar Garnelen und Muscheln gehören für mich auch dazu.

In dem folgenden Rezept habe ich nur für zwei Personen Meeresfrüchte dazugegeben, da die anderen Gäste diese nicht mögen. Das ist ein weiterer Grund warum, warum ich Paella gerne mag: Man kann leicht auf die individuellen Vorlieben der Gäste eingehen. So sind die folgenden Zutaten als unverbindlicher Vorschlag zu sehen und können gerne ersetzt oder ausgetauscht werden.

Zutaten für sechs Personen: 8 ausgelöste Hühneroberkeulen, 300 g Heilbutt (oder ein anderer Fisch mit festem weißen Fleisch), 8 Riesengarnelen in Schale, 5 Muscheln, 150 g Chorizo, 400 g Paellareis (ersatzweise hochwertiger Risottoreis) 1 roten Paprika, 1 gelbe Paprika, 2 Paradeiser, 2 rote Zwiebeln, 4 Knoblauchzehen, 200 ml Weißwein, ca. 1 l Hühnerfond, 1 EL Honig, 1 TL Kurkuma, 0,2 g Safranfäden, Pimentón de la Vera (geräuchertes Paprikapulver), Olivenöl.

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Die Paprikaschoten waschen, halbieren, die Kerne und Samenstränge entfernen und in circa einen Zentimeter große Würfel schneiden. Die Zwiebeln in feine Würfel schneiden und die Knoblauchzehen in dünne Scheiben hobeln. Paradeiser waschen und vom Strunk befreien, anschließend ebenfalls würfeln.

Foto: Helga Gartner

Die Hühneroberkeulen vierteln, die Chorizo in kleine Würfel schneiden. Den Fisch in mundgerechte Stücke teilen. Die Muscheln waschen und putzen.

Foto: Helga Gartner

In einer großen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Hühnerstücke darin auf allen Seiten scharf anbraten.

Aus der Pfanne heben und zur Seite legen.

Falls notwendig, etwas Öl dazugeben und die Garnelen ebenfalls anbraten und beiseitelegen.

Foto: Helga Gartner

Als Nächstes werden die Chorizo-Würfel angebraten.

Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und die Zwiebeln und den Knoblauch glasig anschwitzen.

Foto: Helga Gartner

Die Paprikawürfel dazugeben und kurz mitrösten.

Das Kurkumapulver darüberstreuen und etwas anrösten. Es soll sich jedoch nicht am Boden anlegen.

Foto: Helga Gartner

Mit dem Weißwein ablöschen und kochen, bis er komplett verdunstet ist.

Als Nächstes kommen die Paradeiser dazu, diese ebenfalls mitkochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Foto: Helga Gartner

Mit der heißen Hühnersuppe aufgießen und die Safranfäden einrühren.

Aufkochen und das Hühnerfleisch dazumischen.

Nun mit dem Honig, Salz, Pfeffer und Pimentón de la Vera abschmecken.

Foto: Helga Gartner

Wieder aufkochen und den Reis einrühren.

Das Backrohr auf 150 Grad vorheizen.

Bei mittlerer Hitze am Herd unter ständigem Umrühren etwa 15 Minuten kochen lassen.

Dann im Backrohr weitergaren.

Wenn die Paella zu trocken wird, noch etwas Hühnerfonds angießen. Die Konsistenz sollte ähnlich einem Risotto sein.

Etwa zehn Minuten, bevor der Reis weich ist, vorsichtig den Fisch unterheben, nach fünf Minuten die Muscheln und die Garnelen obenauf setzen.

Foto: Helga Gartner

Die Paella in der Pfanne servieren. (Helga Gartner, 14.10.2020)


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Foto: Helga Gartner