DER STANDARD

Der Spaß mit einem E-Auto hört nicht unbedingt kurz nach dem Ampelstart auf. Zwar beschleunigen die meisten E-Fahrzeuge aus dem Stand so, dass einem fast die Luft wegbleibt – weil das ganze Drehmoment quasi ab sofort anliegt. Aber damit noch nicht genug. Auch was die Fahrdynamik angeht, haben E-Mobile eine ganze Reihe von Vorteilen. Und noch dazu können die Antriebe von E-Fahrzeugen kurzzeitig stark überlastet werden, was dazu führt, dass sie sekundenlang weit mehr als die Dauerleistung abliefern können.

Das legt nahe, dass man E-Autos nicht unbedingt nur spazierentragen muss, um maximale Reichweiten zu erzielen. Man kann sich in so einem Fahrzeug auch selbst einen fetten Grinser ins Gesicht zaubern – oder Beifahrer zum Verzweifeln bringen. Selbst große SUVs, vom Mercedes-Benz EQC über den Audi e-tron bis hin zum Mazda MX-30, lassen sich erstaunlich agil bewegen. Ökologisch ist eine dynamische Fahrweise dann auch im E-Mobil nicht unbedingt – aber immer noch besser, als solche Spompernadeln mit einem Verbrenner zu machen. Und jeden Tag haut es einem den Vogel eh nicht raus. (Guido Gluschitsch, Video: Michael Luger, 4.11.2020)