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Der amerikanische Taxi- und Mobilitätsdienst Uber bietet weit mehr als eine Milliarde Euro für das Joint-Venture FreeNow der Autohersteller BMW und Daimler. Uber wolle den Partnern jeweils einen hoch dreistelligen Millionenbetrag zahlen, berichtet das manager magazin und beruft sich auf Branchenkreise. Die Entscheidung über einen Verkauf sei aber noch nicht gefallen. Daimler-Chef Ola Källenius wolle das unprofitable Gemeinschaftsunternehmen verkaufen, heißt es. BMW zögere aber noch. BMW-Vorstandschef Oliver Zipse sehe die Gefahr, den Amerikanern so den Weg auf den europäischen Markt freizuräumen. Uber spielt in Europa bislang keine große Rolle. Eine Beteiligung Ubers statt eines Komplettverkaufs stoße bei Daimler und auch bei den Amerikanern auf wenig Begeisterung, lautet es im Umfeld der Unternehmen.

FreeNow vermittelt Smartphonenutzern Taxis oder Mietwagen mit Fahrer. Die Plattform ist Teil eines größeren Mobilitäts-Joint-Ventures, das Daimler und BMW Anfang 2019 gegründet hatten. Die Konzerne suchen schon länger nach Möglichkeiten, andere Autokonzerne oder Großinvestoren an dem Gemeinschaftsunternehmen zu beteiligten. Inzwischen hätten sich auch potenzielle Käufer für einen weiteren Teil des Joint-Ventures gemeldet, berichtet das manager magazin weiter. Für die Parkplatz-App ParkNow hätten Interessenten einen dreistelligen Millionenbetrag geboten, heiße es in Industriekreisen. (red, 21.10.2020)