Kurz vor dem Touch-down in der kasachischen Steppe.
Foto: Roscosmos/NASA TV

Moskau/Washington – Gut sechseinhalb Monate versahen sie Dienst auf der Internationalen Raumstation ISS, nun sind drei Raumfahrer zur Erde zurück gekehrt. Die beiden Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der Amerikaner Chris Cassidy hatten in der Nacht auf Donnerstag mitteleuropäischer Zeit in der Sojus-Kapsel MS-16 von der ISS abgedockt. Etwa drei Stunden später landeten die Männer in ihrem Raumschiff gebremst durch Fallschirme in der kasachischen Steppe.

Etwas mitgenommen von der Rückreise zur Erde: die Sojus-Kapsel MS-16.
Foto: imago images/ITAR-TASS

Mit der Rückkehr zur Erde ging eine 196-tägige Mission zu Ende. In dieser Zeit hat die ISS die Erde 3.136 Mal umrundet und mehr als 133 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Mehr als ein Jahr im All

Der Amerikaner Cassidy war nicht das erste mal im All: Bei drei Raumflügen verbrachte er insgesamt 378 Tage im Weltraum – die fünfthöchste Zahl unter US-Astronauten. Ivanischin hat bei drei Flügen bereits 476 Tage im All hinter sich.

Gruppenbild mit zwei der drei Rückkehrer aus dem All: Links vorne Anatoli Iwanischin, rechts Iwan Wagner.
Foto: EPA/Roscosmos

Mit dem Abschied von den drei Raumfahrern beginnt auf der ISS eine neue Expedition mit den drei verbliebenen Bewohnern im Außenposten der Menschheit, einer Amerikanerin und zwei Russen. Im November sollen dann vier neue Gäste mit einer Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX auf die Station geschickt werden. (red, APA, 22.10.2020)