Das alte Google-Maps-Icon.

Foto: Patrick Sison / AP

Covid-19 hat den Bewegungsspielraum der meisten Menschen massiv eingeschränkt. Dieser Realität hat sich in den vergangenen Monaten auch Google bei seinem Kartendienst Maps zu stellen versucht und die Entwicklung passender Funktionen priorisiert. Nun gibt es wieder einige neue Features, denen in Zeiten der Pandemie besondere Relevanz zukommt.

Füllstand

Live-Informationen dazu, wie voll ein nahendes Verkehrsmittel ist.
Foto: Google

Ab sofort gibt es bei Google Maps Live-Informationen dazu, wie voll ein bestimmtes Verkehrsmittel ist. Zwar gab es schon bisher Details zur "Crowdedness", dabei handelte es sich aber lediglich um Prognosen aufgrund früherer Daten. Nun soll das Ganze in Echtzeit funktionieren – vorausgesetzt natürlich, genügend Nutzer in der jeweiligen Region beteiligen sich daran. Grundlage der Daten sind dabei von den Usern selbst zur Verfügung gestellte Informationen, die bei einer Nutzung der Routennavigation abgefragt werden. Google sieht darin ein wichtiges Tool für Social Distancing, kann man damit doch bereits vorab einschätzen, ob Bus, Bahn oder auch U-Bahn zu voll sind, um den erwünschten Abstand einhalten zu können.

Ebenfalls neu ist eine direkte Integration von diversen Lieferdiensten. Das heißt, dass es künftig in ausgewählten Ländern Live-Informationen zum Status von Bestellungen gibt, so diese über Google Maps vorgenommen wurden. Auch Liefergebühren sowie Wartezeiten sollen nun vorab live angezeigt werden. Das Ganze funktioniert vorerst nur in den mobilen Apps für Android und iOS – und da eben auch auf einzelne Länder beschränkt. Zu diesen gehört neben den USA und Kanada auch Deutschland, Österreich aber nicht.

Informationsebene

Tracking von Bestellungen auf Google Maps.
Grafik: Google

Bereits seit einigen Wochen bietet Google Maps einen Covid-Layer an, der über die Karte geblendet werden kann und einen aktuellen Überblick über den Ausbreitungsstatus der Virusinfektion in einzelnen Regionen bietet. In den kommenden Wochen sollen hier zahlreiche neue Informationen hinzukommen, etwa Statistiken zu allen bisher registrierten Fällen sowie weiterführende Links auf aktuelle Vorschriften in einer Gegend. Dies soll es Reisenden über die Feiertage erleichtern, sich besser auf die Situation in anderen Regionen vorzubereiten.

Der Driving-Modus für den Google Assistant existiert wirklich

Und dann gibt es noch eine Ankündigung, die ursächlich nichts mit der Pandemie zu tun hat, geht sie doch auf ein mittlerweile eineinhalb Jahre altes Versprechen zurück: Google beginnt mit der Auslieferung des Google Assistant Driving Mode in Maps. Das Ganze ist als eine Art Ersatz für die aktuelle Android-Auto-App gedacht und soll direkt in der Navigation ein einfaches Interface für Zugriff auf Messaging, Telefonie, Musik, Podcasts und mehr bieten.

Auch hier gilt aber eine entscheidende Einschränkung: Dieser neue Assistant Driving Mode befindet sich derzeit noch im Teststadium. Entsprechend steht er vorerst nur unter Android und auch dort nur für englischsprachige Nutzer in den USA zur Verfügung. (apo, 17.11.2020)