Daimler wird künftig mit Geely zusammenarbeiten, wenn es um die Entwicklung und Produktion von Motoren geht.

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Der deutsche Autobauer Daimler will einem Zeitungsbericht zufolge bei der Entwicklung seiner nächsten Motorengeneration mit dem chinesischen Geely-Konzern zusammenarbeiten. Daimler wolle ein modernes Vierzylinder-Aggregat entwickeln, das dann von Geely in China gebaut werde, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzern- und Branchenkreise. Nur ein geringer Teil werde in Deutschland gefertigt.

Kooperationsende mit Renault

Ab 2024 sollen jährlich einige hunderttausend Otto-Motoren gebaut werden, die neben Benzin auch mit E-Fuels oder grünem Wasserstoff betrieben werden können, und die dann Autos von Daimler, Geely und Volvo antreiben sollen. Die Entwicklungshoheit wird bei Daimler liegen, die Fertigung in China übernimmt Geely.

Der Deal mit Geely habe weitreichende Konsequenzen: So bedeute er das Ende einer Kooperation mit Renault bei Motoren für Kompaktautos.

Daimler habe die Kooperation mit den Chinesen bestätigt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Skaleneffekte zu erzielen, würden die Unternehmen dazu ihre Fachkenntnisse in den Bereichen Entwicklung, Einkauf und Industrialisierung bündeln, zitierte das Blatt einen Sprecher. Laut Konzernkreisen liege das jährliche Einsparvolumen alleine bei Daimler im dreistelligen Millionenbereich. (glu, APA, 17.11.2020)