Ein neues teil-automatisiertes Vermögensverwaltungsangebot der UBS stösst bei Millionären auf Anklang. Seit der dem Start im Mai habe "My Way" im Schweizer Heimmarkt bereits eine Milliarde Dollar an Kundengeldern angezogen, wie einer Reuters vorliegenden UBS-internen Mitteilung zu entnehmen war.

Dieser Meilenstein sei ein Jahr früher erreicht worden als angepeilt, auch weil die Coronvirus-Krise die Nutzung von Online-Diensten begünstigte. Als nächstes peile die Bank nun die Marke von fünf Milliarden Dollar an.

Hybrides Konzept

Nachdem der weltgrösste Vermögensverwalter vor einigen Jahren einen Vorstoss in die vollautomatisierte Anlageberatung über einen sogenannten Robo-Advisor abgebrochen hatte, setzt die UBS nun auf eine hybride Plattform, bei der die Kunden mit einem Einsatz von mindestens 250.000 Dollar auch auf menschliche Berater zugreifen können. Vor allem Unternehmer und ältere vermögenden Kunden, die ihre Anlageentscheidungen bisher weitgehend selbstständig getroffen hatten, setzten auf "My Way".

"Seit der Lancierung in der Schweiz haben wir noch nie so viele Nichtkunden gesehen, die sich an uns gewandt haben", sagte UBS-Manager Andre Spycher zur Nachrichtenagentur Reuters. "Wir sehen in der Schweiz nach wie vor grosses Aufwärtspotenzial." Seit kurzem sei "My Way" auch für Kunden aus Asien, Deutschland und Grossbritannien verfügbar, kommendes Jahr sollen weitere europäische Märkte dazu kommen, wie Spycher sagte. (Reuters, 18.11.2020)