Kamerahersteller haben es wegen Smartphones immer schwieriger am Markt.

Foto: Reuters/Yuriko K Nakao

Seit geraumer Zeit haben Kamerahersteller mit immer besser werdenden Handykameras zu kämpfen, die ihnen den Markt streitig machen. Nun kündigte Nikon, einer der weltweit größten Kamerahersteller, Einsparungen sowohl beim Personal als auch in der Produktion an. Die Verbreitung des Coronavirus, zusammen mit den bereits bestehenden Problemen, traf das Kamerageschäft demnach besonders stark.

Bis 2022 sollen deshalb rund 20 Prozent der außerhalb von Japan angestellten Mitarbeiter gekündigt werden. Außerdem soll ein Teil der Produktion aus der Konzernheimat Japan nach Thailand verlegt werden, um weitere Kosten einzusparen.

Umsatzeinbruch

Die Entscheidung wurde öffentlich, nachdem Nikon einen Verlust von 183,3 Millionen US-Dollar für das zweite Quartal dieses Geschäftsjahres ankündigte. Auch die Zukunftsprognosen des Konzerns lassen keine Hoffnung auf baldige Besserung zu. Ziel der Anpassungen sind Einsparungen von über 80 Milliarden Yen im Produktionsbereich, was umgerechnet rund 650 Millionen Euro entspricht. Kameras sollen jedoch auch weiterhin das Kerngeschäft des japanischen Konzerns bleiben, als Zielgruppe werden dabei sowohl Profis als auch Hobbyfotografen genannt. (mick, 20.11.2020)