Mit Windows 10 löste Microsoft die Probleme von Windows 8, das für Nutzer nicht intuitiv genug war.

Foto: reuters

1985 stellte Microsoft unter dem Namen Microsoft Windows 1.0 erstmals eine grafische Oberfläche für seine MS-DOS-Umgebung vor. 35 Jahre später ist die Marke Windows jedem Haushalt bekannt, und kaum ein Büro-PC kommt ohne Windows aus. Microsoft hat – auch mit Fehlgriffen zwischendurch – den Desktopcomputer geprägt wie kein anderes Unternehmen.

Die Erfolgsgeschichte des Redmonder Konzerns begann mit Windows 1.0 zunächst als intuitives Werkzeug, um Befehle bei MS-DOS vereinfacht durchzuführen. Nutzer hatten erstmals eine Darstellung, anstatt manuelle Eingaben tätigen zu müssen. Darauf aufbauend wurden folgende Versionen von Windows immer benutzerfreundlicher. Windows 2.0 brachte Desktopsymbole, Grafikunterstützung und Expansionsspeicher, Windows 3.0 16 Farben, mehr Leistung und eine verbesserte Optik. Mit Windows 95 gelang Microsoft dann der Verkaufsschlager – und das Betriebssystem, das den Konzern populär machte.

Den PC populär gemacht

Mit Werbegeldern in Millionenhöhe und der Einführung des Startmenüs schaffte Bill Gates' Unternehmen es, den PC auf den breiten Konsumentenmarkt zu bringen. Das Betriebssystem kämpfte mit Kompatibilitätsproblemen, die zu regelmäßigen Abstürzen führte. 1998 folgte Windows 98, gefolgt von Windows ME und Windows 2000.

Besonders populär war der Nachfolger Windows XP, gefolgt von Windows Vista, das kaum anknüpfen konnte. Damals führte Microsoft das "Aero"-Design ein. Dafür war Windows 7 ein umso größerer Erfolg. Das Betriebssystem blieb auch nach der Veröffentlichung seines Nachfolgers Windows 8 beliebter. Windows 8 versuchte, Windows für einen mobilen Einsatz mit Touchscreen zu optimieren und ersetzte die Start-Schaltfläche mit der Metro-Oberfläche – scheiterte dabei aber daran, eine intuitive Übersicht für reguläre Desktop-Nutzer zu gewährleisten. Mit Windows 10 liefert Microsoft nun eigene Anpassungen je nach Gerät.

Smartphones und Tablets

Heute wird der PC-Markt von Smartphones und Tablets zurückgedrängt. Seit 2011 – damals konnten noch 365 Millionen Geräte an Kunden gebracht werden – sinken die Verkäufe laufend. 2019 wurden noch 262 Millionen Computer verkauft, aber bereits gut 1,5 Milliarden Smartphones. Microsoft fokussiert sich seit einigen Jahren vermehrt auf andere Geschäftsbereiche, beispielsweise Cloud-Services. Auch das Office-Paket des Unternehmens, das zu Microsoft 365 gehört, wird mittlerweile für eine Vielzahl an Betriebssystemen angeboten. (red, 22.11.2020)