Auf diesem Schild soll in Zukunft Fugging statt Fucking stehen.

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Der kleine oberösterreichische Ort Fucking ist wegen seines Namens weltberühmt. Nicht wenige Touristen sind in den letzten Jahren extra nach Fucking im Bezirk Braunau gepilgert, um sich vor den Ortstafeln fotografisch zu verewigen. Manche ließen die Schilder gar als Souvenirs mitgehen – um diesem Schwund den Riegel vorzuschieben, wurden die Schilder daraufhin von der Gemeinde einbetoniert und verschweißt. Auch Kurt Palms Roman "Bad Fucking" – der Zusatz "Bad" wurde dazuerfunden – sowie dessen Verfilmung unter der Regie von Harald Sicheritz verschafften dem Ortsnamen Aufmerksamkeit. Pornoseiten ließen sich Namenswitze ebenso wenig entgehen. Die Freude der einheimischen Bevölkerung über die Publicity hielt sich aber in Grenzen.

In Zukunft dürfte sich der Trubel etwas legen, denn der Gemeinderat von Tarsdorf – dort liegt Fucking – hat vergangene Woche beschlossen, den Ortsnamen zu ändern. Künftig wird der Ort Fugging heißen. Auf Anfrage von "Heute" bestätigte Bürgermeisterin Andrea Holzner (ÖVP) die Umbenennung. Diese solle schon ab Beginn des Jahres 2021 gelten. (red, 26.11.2020)