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Wer sich darum kümmert, hat eine niedrige Handyrechnung. Dafür sorgen seit Anfang 2015 Mobilfunkdiskonter, die mit ihren Kampftarifen den Markt richtiggehend aufmischen und den großen Anbietern Kunden abjagen. Nachdem die Telekombehörde RTR nach einigen Jahren Pause nun wieder die Marktanteile der heimischen Mobilfunker veröffentlicht hat, ist nun nachvollziehbar, wie stark die Abwanderung ist.

Marktanteile

Mit Stand vom 30. Juni 2020 verfügt A1 am Mobilfunkmarkt mit knapp über fünf Millionen Kunden über einen Marktanteil von 39,9 Prozent, gefolgt von Magenta mit 25,3 Prozent und "3" mit 23,6 Prozent. Auf Platz vier liegt Hot mit 6,7 Prozent, gefolgt von Spusu mit 2,2 Prozent. Andere Marken halten gemeinsam ebenfalls 2,2 Prozent.

Im Jahr 2014, vor dem Einstieg von Newcomern wie Hot oder Spusu, hielt Marktführer A1 42,1 Prozent, Magenta (T-Mobile) lag bei 31,1 Prozent, und "3" kam auf 26,8 Prozent. Andere Anbieter hatten gemeinsam nicht einmal ein Prozent Marktanteil.

Von Magenta und Hot?

Die Zahlen zeigen, dass sich viele Kunden von Magenta verabschiedet haben, obwohl das Unternehmen mit Telering (bis März dieses Jahres) über eine bekannte Diskontmarke verfügte. Auch könnten sie erklären, warum die Chemie zwischen Magenta und seinem Netzuntermieter Hot nicht stimmt. Zuletzt wechselte Hot mit seinem mobilen Breitbandangebot zu "3", nachdem Magenta-Chef Andreas Bierwirth Preiserhöhungen für Hot in den Raum gestellt hatte.

Derweil versucht Magenta mit 5G-Mobilfunk und Tariferweiterungen Kunden zu halten und zu gewinnen. So können etwa Netflix oder Spotify genutzt werden, ohne damit das Datenvolumen des gewählten Tarifs zu belasten. (sum, 29.11.2020)