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Die Kansas City Chiefs hatten mit den Tampa Bay Buccaneers zu kämpfen, Patrick Mahomes (37/49, 462 Yards, drei TDs) und Tyreek Hill (13 Receptions, 269 Yards, drei TDs) die Bucs in der ersten Hälfte praktisch im Alleingang in alle Einzelteile zerlegten. Tampa war mit der puren Wucht der tiefen Bälle und dem Speed Hills heillos überfordert und fand selbst offensiv kaum Mittel, um dem Super Bowl Sieger Paroli bieten zu können. Tom Brady (27/41, 345 Yards, drei TDs) warf zwei Interceptions nach der Pause und musste sich des Öfteren über Receiver Mike Evans (drei Receptions, 50 Yards, zwei TDs) ärgern, der immer wieder leicht fangbare Bälle fallen ließ. Erst im Schlussviertel begann die Offensive von Brady zu klicken – ein spätes Aufflackern zum 24:27 aus Sicht Tampas. Mahomes spielte die Partie staubtrocken nach Hause und holte sich im vierten Duell mit Brady den zweiten Sieg.

Dennoch können die Bucs auf positives aus dem Spiel mitnehmen – im Gegensatz zu anderen Blowouts in dieser Saison (New Orleans Saints) kämpfte man sich trotz desaströsen Fehlern wieder zurück in die Partie. Die krassen Fehlstarts gegen starke Teams müssen allerdings abgestellt werden, wenn man im Januar einen tiefen Run forcieren will. In den kommenden vier Spielen hat man es mit deutlich leichteren Gegnern zu tun (Minnesota, Atlanta zwei Mal, Detroit). Kansas City bleibt derweil weiterhin die beste Mannschaft der NFL.

Kansas City Chiefs (10-1) 27:24 Tampa Bay Buccaneers (7-5)

Rodgers glänzt bei Trubisky-Comeback

Ja, Mitchell Trubisky stand beim Divisionsduell seiner Chicago Bears gegen die Green Bay Packers wieder am Feld. Nein, sonderlich erfolgreich war sein Spiel nicht. 242 Yards (26/46) bei drei Touchdowns, zwei Interceptions und einem Fumble – ein klassisches Trubisky-Spiel mit Scores in der Garbage-Time und Fehlern bei tiefen Bällen. Die Offensive der Bears bleibt ein Problem, auch wenn David Montgomery (elf Carries, 103 Yards + 40 Receiving-Yards samt TD) und Allen Robinson (acht Receptions, 74 Yards, zwei TDs) wieder einmal zeigen konnten, dass man sich auf sie verlassen könnte.

Umgekehrt die Packers um Aaron Rodgers: 211 Yards (21/29 und vier Touchdowns – eine makellose Leistung. Das Laufspiel um Aaron Jones (17 Carries, 90 Yards) und Jamaaal Williams (17 Carries, 73 Yards, TD) hatte mit der Bears-Defensive keine Probleme. Die Ballfänger-Gruppe um Tight End Robert Tonyan (fünf Receptions, 67 Yards, TD), Davante Adams (sechs Receptions, 61 Yards, TD) sowie EQ St. Brown (zwei Receptions, 39 Yards), Allen Lazard (vier Receptions, 23 Yards, TD) und Marcedes Lewis (zwei Receptions, 16 Yards, TD) machte ihren Job einwandfrei. Die Packers bleiben in der NFC weiterhin ganz vorne mit dabei, Chicago steht nach dem starken Start jetzt mit einem negativen Record da.

Chiacgo Bears (5-6) 25:41 Green Bay Packers (8-3)

Kein Tua

Erstrundenpick Tua Tagovailoa verpasste das Duell seiner Miami Dolphins gegen die New York Jet verletzungsbedingt (Daumen). Es kam also wieder Altmeister Ryan Fitzpatrick zum Zug. Und damit auch Anzeichen von Magie zurück: Fitzpatrick (257 Yards, 24/39, zwei TDs) führte die Dolphins zu 20 Punkten, was auch gleichzeitig reichte, um die Jets zu besiegen. DeVante Parker (119 Yards, acht Receptions) war wichtigster Ballfänger, die beiden Tight Ends Mike Gesicki (zwei Receptions, 35 Yards) und Adam Shaheen (eine Reception, sieben Yards) sorgten für die Touchdowns.

Sam Darnold (16/27, 197 Yards) kam bei den Jets nach überstandener Verletzung wieder zurück und durfte dabei auch auf alle Wide Receiver seines Teams zählen: Breshad Perriman (vier Receptions, 79 Yards), Denzel Mims (vier Receptions, 67 Yards) und Jamison Crowder (drei Receptions, 31 Yards) meldeten sich zur Gänze fit und konnten so zumindest in kleinen Ansätzen zeigen, was möglich wäre. Wenn einmal alle Räder ineinandergreifen würden. Darnold warf zwei Interceptions, Miamis Defenive war wieder einmal zur Stelle und die Jets bleiben weiterhin sieglos.

Miami Dolphins (7-4) 20:3 New York Jets (0-11)

Patriots leben noch

Die Chance auf eine Playoffteilnahme der New England Patriots ist zwar weiterhin nicht sehr groß, sie ist aber immerhin noch da – nach einem Sieg über die Arizona Cardinals darf man sich weiterhin Hoffnungen machen.

New England erwischte einen üblen Start, Quarterback Cam Newton (9/18, 84 Yards, zwei INTs) warf im ersten Drive gleich eine Intercetion, was Kyler Murray (23/34, 170 Yards, INT) und seine Offensive um Runningback Kenyan Drake (22 Carries, 78 Yards, zwei TDs) eiskalt zum ersten Touchdown ausnützten. Ein Field Goal später waren die Cardinals schon mit 10:0 Punkten in Führung, ehe die Partie langsam aber sicher in die Richtung der Patriots kippen sollte. Newton fand besseren Rhythmus, James White (fünf Carries, 18 Yards, zwei TDs) sorgte für den Anschluss-Touchdown. Murray wollte antworten, fand aber an der gegnerischen Goalline kein Durchkommen und musste sich damit fürs Erste der Defensive der Pats geschlagen geben.

Nach der Pause zogen die Patriots das Momentum komplett auf ihre Seite und scorte zehn unbeantwortete Punkte (Field Goal und TD durch White). Nur um sich selbst wieder das Leben schwer zu machen. Nach einer Reihe von vermeidbaren Strafen hielt man einen Drive der Cardinals lange am Leben, was Kenyan Drake auch mit seinem zweiten Touchdown bestrafte. New England kam aber nach einem Penalty gegen Cardinals-Rookie Linebacker Isaiah Simmons selbst zu großem Raumgewinn und damit auch in Field Goal-Position. Nick Folk behielt die Nerven und sorgte mit einem 50-Yard-FG für den Sieg der Patriots. New England fand einen Weg Kyler Murrays Laufspiel zu beschränken (fünf Carries, 31 Yards), was die gesamte Offensive der Cardinals stark einschränkte. Es war kein grandioses Football-Spiel, vor allem Cam Newton offenbarte einmal mehr einige Probleme. Aber Sieg ist Sieg, Fans der Patriots werden den Erfolg gerne mitnehmen.

Arizona Cardinals (6-5) 17:20 New England Patriots (5-6)

Chinn-Chinn

Die Minnesota Vikings hatten die Carolina Panthers zu Gast und fanden durch einen Touchdown von Rookie Justin Jefferson (sieben Receptions, 70 Yards, zwei TDs) auch schnell in die Partie. Kirk Cousins (34/45, 307 Yards, drei TDs) musste auf eines seiner Lieblingsziele verzichten – Adam Thielen fiel coronabedingt aus. Sein Fehlen fiel auf dem Feld auf, nach dem Eröffnungs-TD ging lange Zeit nichts mehr. Die großen Momente gehörten allesamt den Panthers: Zunächst fand Teddy Bridgewater (19/36, 267 Yards, TD, INT) seinen Receiver Robby Anderson (vier Receptions, 94 Yards, TD) zum tiefen Score und damit auch zum Ausgleich.

Direkt nach der Pause sollte dann der geschichtsträchtige Auftritt von Jeremy Chinn folgen: Der Rookie-Safety hatte zwei big plays direkt hintereinander, als er zunächst einen Fumble von Kirk Cousins aufhob und in die Endzone trug und direkt im nächsten Drive der Vikings einen Fumble von Runningback Dalvin Cook sichern und mit dem Ei ebenfalls in die Endzone laufen konnte. Zwei Touchdowns für den Defensivmann in zwei aufeinanderfolgenden Plays – das gab es bisher noch nicht. Carolina führte Anfang des Schlussviertels komfortabel mit 24:13, musste dann aber zusehen, wie die Partie ihnen aus den Händen glitt. Cousins und seine Offense kamen mit einem Touchdown wieder heran, Carolina nur zu einem weiteren Field Goal, nachdem Bridgewater seinen Receiver D.J. Moore (vier Receptions, 61 Yards) vollkommen frei in der Endzone überwarf. Moore verletzte sich dabei zudem und konnte nicht mehr an der Partie teilnehmen. Minnesota nahm noch einmal Anlauf und fand durch Chad Beebe (sieben Receptions, 63 Yards) den Weg in die Endzone. Beebe verlor kurz zuvor den Ball bei einem Punt-Return und konnte durch den Touchdown seinen Fehler schnell wieder wett machen. Bridgewater bekam 43 Sekunden vor Schluss noch einmal das Ei, führte sein Team mit tiefen Bällen auf Curtis Samuel (fünf Receptions, 72 Yards) und Anderson bis an die 36-Yard Linie der Vikings. Kicker Joey Slye hatte den Sieg auf dem Fuß, verzog das Field Goal aber deutlich. Niederlage für Carolina, Sieg für die Vikings, die zwischenzeitlich um ihren Star-Runningback Dalvin Cook (18 Carries, 61 Yards) bangen mussten.

Carolina Panthers (4-8) 27:28 Minnesota Vikings (5-6)

Endlich wieder Sonne

Nach drei Wochen voller Regen und Wind, durften die Cleveland Browns beim Gastspiel gegen die Jacksonville Jaguars endlich wieder Sonne tanken – und einen Sieg feiern. Baker Mayfield durfte auch wieder passen warf auch wieder Touchdowns: 258 Yards (19/29) und zwei TDs für den Quarterback, der aber auch einen Score durch grausame Ungenauigkeit vergab. Dieser Miss wird ihn noch längere Zeit verfolgen, wie auch seine Entscheidungen, gerne extraharte Bälle auf seine offenen Receiver zu werfen. Diese Bälle werden dann meistens nicht gefangen und Spiele so unnötig spannend gemacht. Ein durchwachsener Abend für Mayfield, mit einigen sehr starken aber auch einigen sehr vermeidbar-dummen Würfen. Dennoch war das offensiv Dargebotene genug, um sich gegen Jacksonville durchzusetzen, was natürlich auch wieder an den Runningbacks Nick Chubb (19 Carries, 144 Yards, TD) und Kareem Hunt (zehn Carries, 62 Yards) lag. Jarvis Landry (acht Receptions, 143 Yards, TD) hatte zudem einen hervorragenden Tag.

Bei den Jags stand mit Mike Glennon (20/35, 235 Yards, zwei TDs) ein alter Bekannter under Center. Der Veteran gab nach drei Jahren sein Starting-Comeback und hatte auch durchaus effektive Momente in seinem Spiel. Ein schöner, tiefer Touchdown-Pass auf Collin Johnson (vier Receptions, 96 Yards, TD) in der ersten Hälfte stellte das Highlight seines Abends dar. Die Defensive der Browns ist derzeit – auch auf Grund der vielen Verletzungen – wahrlich keine unüberwindbare Mauer, Glennon wusste das auszunützen. Die Partie blieb bis zum Schluss spannend, Jacksonville war knapp dran, durch die eigene schwache Defense ging aber nicht mehr. Cleveland steht jetzt bei acht Siegen und nur drei Niederlagen und bleibt weiterhin auf Playoff-Kurs. Eine echter Härtetest wartet kommende Woche auf Mayfield und Co., wenn die Browns auf die Tennessee Titans treffen.

Cleveland Browns (8-3) 27:25 Jacksonville Jaguars (1-10)

Tennessee alleiniger Tabellenführer

Das Spiel zwischen den Tennessee Titans und den Indianapolis Colts wurde der erwartete Kracher der AFC South. Und eine weitere Machtdemonstration von Derrick Henry: Der Runningback lief durch die Defensive der Colts mit Leichtigkeit durch und erzielte satte 178 Yards (27 Carries) für drei Touchdowns. Damit hat er sein Team nicht nur zum Sieg geführt, sondern auch schon jetzt eine weitere Saison mit über 1.000 Rushing-Yards fabriziert. Schon in der ersten Hälfte war die Partie entschieden, obwohl sie mit je zwei Scores auf den jeweiligen Seiten begann. Ryan Tannehill (13/22, 221 Yards, TD) erfüllte seinen Teil der Aufgabe und konnte auch per Passspiel auf A.J. Brown (vier Receptions, 98 Yards, TD) und Corey Davis (drei Receptions, 70 Yards) für Gefahr sorgen bzw. selbst per Rushing-TD punkten.

Indianapolis gingen einige Schlüsselspieler in der Defensive ab, was auch die starke Performance Henrys halbwegs erklärt. Offensiv fand Philip Rivers (24/42, 295 Yards, zwei TDs, INT) eigentlich gut ins Spiel, bis der Faden nach und nach mehr riss. Ein Spiel zum Vergessen für Indianapolis, die die Co-Führung in der Division an Tennessee abgeben müssen.

Tennessee Titans (8-3) 45:26 Indianapolis Colts (7-4)

Giants auf Platz 1

Ohne Joe Burrow empfingen die Cincinnati Bengals die New York Giants. Ein Aufeinandertreffen zweier junger Mannschaften, die bisher noch nicht durch ihre positive Konstanz auffallen konnten. Daniel Jones (16/27, 213 Yards) und seine Giants starteten besser und kamen per Rushing-TD durch Wayne Gallman (24 Carries, 94 Yards, TD) in Führung. Lange hielt der Vorsprung nicht, Brandon Wilson konnte unmittelbar per 103-Yard Kickoff-Return-Touchdown verkürzen. Nach je einem Field Goal ging es unentschieden mit 10:10 in die Pause.

Nach der Pause eine Schrecksekunde: Daniel Jones verletzte sich im dritten Viertel am Oberschenkel und musste durch Colt McCoy (6/10, 31 Yards) ersetzt werden. Der Veteran machte was er musste, vermied Turnover und führte sein Team zumindest zu weiteren Field Goals. Cincinnati kam zwar noch einmal mit einem Touchdown von Brandon Allen (17/29, 136 Yards, TD, INT) auf Tee Higgins heran, musste aber nach einem Ballverlust im Schlussdrive als Verlierer vom Platz gehen. Die Defensive der Giants um Jabaal Sheard (Sack, Tackle for Loss), Leonard Williams (Sack, Tackle for Loss) und Jabrill Peppers war zur Stelle wenn sie es sein musste. New York holt in einem wirklich nicht berauschenden Football-Spiel den vierten Saisonsieg und steht damit tatsächlich vorerst an der Spitze der NFC East. Dennoch bleibt einmal mehr gesagt: Egal wer diese Division für sich entscheidet, lange dürfte das Playoff-Abenteuer nicht dauern.

New York Giants (4-7) 19:17 Cincinnati Bengals (2-8-1)

Chaos in Buffalo

Josh Allen gegen Justin Herbert – oder das Duell der beiden Kanonenarme. Es war zunächst ein enges Spiel zwischen den Buffalo Bills und den Los Angeles Chargers mit schlussendlich deutlich besserem Ausgang für Buffalo. Josh Allen (18/24, 157 Yards, TD, INT) hatte mit dem Pass Rush der Chargers in Form von Joey Bosa (acht Tackles, sechs (!) for Loss, drei Sacks) und der Secondary der Chargers zu kämpfen, was auch zu Ballverlusten durch Allen und Runningback Devin Singletary (elf Carries, 82 Yards) führte. Buffalo gab im Schlussviertel drei Mal hintereinander den Ballbesitz durch die beiden Fumbles und eine grausame Interception an die Chargers, was in jedem anderen Spiel wohl auch zu einer Niederlage führen würde. Los Angeles konnte aus den drei Turnovern aber tatsächlich nur magere drei Punkte herausholen – und gab den Ball nach einer Interception von Justin Herbert (31/52, 316 Yards, TD, INT) durch Tre’Davious White an die Bills.

Diesmal war es die Defensive der Bills, die den Sieg sicherte. Herbert wurde drei Mal gesacked und generell halbwegs unter Kontrolle gehalten. Autin Ekeler kam nach Verletzung wieder zurück und sorgte gleich für 129 Scrimmage-Yards – was den Chargers aber auch nichts half. Undiszipliniertheiten, ein weiteres Spiel mit sehr fragwürdigem Gameplan (den letzten Drive der Chargers soll Anthony Lynn bitte noch einmal erklären) und ein effektives Laufspiel der Bills, sorgten für die Niederlage. Buffalo also voll auf Kurs, auch wenn man über diese Partie ob des Schlussviertels eher den Mantel des Schweigens ausbreiten will.

Los Angeles Chargers (3-8) 17:27 Buffalo Bills (8-3)

Rückschlag für Raiders

Die Las Vegas Raiders mussten im Kampf um die Playoffs einen herben Dämpfer einstecken: Gegen die Atlanta Falcons setzte es eine empfindliche 6:43 Niederlage. Derek Carr (22/34, 215 Yards) erlebte einen rabenschwarzen Tag, warf keinen Touchdown, dafür aber einen Pick-Six und verlor zudem noch drei Mal den Ball per Fumble. Runningback Josh Jacobs (sieben Carries, 27 Yards) fumbelte zudem auch noch einmal. Es war von vorne bis hinten nicht anzusehen, was die Raiders in diesem Spiel boten. Wie schlecht die Performance von Carr war, lässt sich anhand des Schlussviertels ablesen: Carr wurde für Nathan Peterman (3/5, 25 Yards) auf die Bank gesetzt. Das sollte alles über das Offensivspiel der Raiders sagen. Man kann dieses Team weiterhin nicht einschätzen.

Umgekehrt gelang den Falcons enorm viel: Matt Ryan warf für 185 Yards (22/39) und zwei Touchdowns bei einer Interception, Ito Smiitth (zwölf Carries, 65 Yards, TD) führte das Backfield an, Calvin Ridley (sechs Receptions, 50 Yards, TD) die Receiver. Kicker Younghooe Koe traf alle fünf Field Goals zu weiteren 15 Punkten. Seit Raheem Morris das Team übernommen hat, konnten die Falcons vier Spiele für sich entscheiden (bei zwei Niederlagen). Nach dem 0-5 Katastrophenstart, schaut 4-7 jetzt schon besser aus.

Las Vegas Raiders (6-5) 6:43 Atlanta Falcons (4-7)

Turnover-Festival

Sieben Turnover sah die Partie zwischen den Los Angeles Rams und den San Francisco 49ers – und am Ende einen lachenden 49ers Kicker Robbie Gould, der mit einem erfolgreichen 42-Yard Field Goal das Spiel zu Gunsten seines Teams entschied. Nicht weniger als 13 Spieler stehen derzeit auf der Verletztenliste San Franciscos – und trotzdem konnte sich das Team von Kyle Shanahan gegen die zuletzt stark aufspielenden Rams durchsetzen. Nick Mullens (24/35, 252 Yards, INT) machte zum Großteil das, was man von ihm verlangte: Kurze Pässe auf Deebo Samuel (elf Receptions, 133 Yards), den Rest besorgte das Laufspiel um Raheem Mostert (16 Carries, 43 Yards, TD) und Jeff Wilson (zwölf Carries, 43 Yards). Großen Anteil am Erfolg hatte auch die Defensive San Franciscos, die Los Angeles nicht nur unter Druck setzen, sondern auch zu Fehlen zwingen konnte und Jared Goff (19/31, 198 Yards, zwei INTs) das Leben äußerst schwer machte.

Goffs zwei Picks samt einem Fumble + ein weiterer von Runningback Malcolm Brown waren kritisch. Dass die sonst so explosive Offensive auch nur bei 20 Punkte gehalten werden konnte, ist ein weiteres Zeichen dafür, dass San Francisco Defensive Coordinator Robert Saleh zu den besten seiner Zunft gehört und schon bald selbst als Head Coach in der NFL aufschlagen wird. Umgekehrt war Rams Coach Sean McVay nach der Niederlage außer sich, ihm scheint langsam aber sicher die Geduld mit Goff auszugehen. Defensiv war Aaron Donald wieder überall anzutreffen, er allein kann Spiele entscheiden – verlassen sollte man sich darauf aber nur bedingt. Eine bittere Niederlage für L.A., ein schöner Sieg der 49ers.

San Francisco 49ers (5-6) 23:20 Los Angeles Rams (7-4)

Kein Quarterback

Die Partie der Denver Broncos und der New Orleans Saints stand wie so viele andere ebenfalls im Zeichen von diversen Corona-Erkrankungen einiger Spieler. Die Broncos traf es aber besonders hart – alle im Kader zur Verfügung stehenden Quarterbacks fielen für das Spiel aus. Kendall Hinton – ein Wide Receiver aus der Practice Squad musste gegen die starke Saints-Defensive einspringen. Bei den Saints stand wieder Taysom Hill (9/16, 78 Yads, INT + 44 Rushing-Yards, zwei TDs) als Quarterback am Feld.

Eine Partie, über die man nicht mehr viele Worte verlieren will. Die Saints holten sich den Sieg über das Laufspiel (Latavius Murray 19 Caries, 124 Yards, zwei TDs), die Broncos beendeten das Spiel mit mehr Inteceptions (zwei) denn Completions (1). 31:3 Sieg für New Orleans, die damit an der Spitze der NFC bleiben.

New Orleans Saint (9-2) 31:3 Denver Broncos (4-7) (Martin Senfter, 30.11.2020)