Junge Erfinder begeistern mit beeindruckenden Entwicklungen.

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Bemühungen, Kinder für Technik und das Programmieren zu begeistern, gibt es in mehr oder weniger starker Ausprägung inzwischen in vielen Ländern. Dass die Förderungen allerdings noch lange nicht weitreichend genug sind, beweist ein Bericht des "Guardian", in dem sechs Erfinder vorgestellt werden, die trotz ihres jungen Alters bereits beachtliche Leistungen vollbracht haben – meist aus eigener Motivation und mit Unterstützung ihrer Eltern.

Programmierer mit elf Jahren

Der 15-jährige US-Amerikaner Adarsh Ambati ist einer von ihnen. "Ich interessierte mich das erste Mal fürs Programmieren, als ich elf war", sagt er gegenüber dem "Guardian". Damals trat er einem lokalen Gemeinschaftslabor bei, wo sich Biologen und Computerwissenschafter für gemeinsame Experimente zusammenschlossen.

Wenige Jahre später litt Ambatis Mutter an einer Herzerkrankung, im Krankenhaus sei sie deshalb an unzählige Maschinen angeschlossen worden, um ihren Gesundheitszustand zu überwachen. Allerdings behinderten sie die vielen Kabel beim Genesungsprozess, da sie sich nicht bewegen konnte, erzählt er dem "Guardian".

Weil er seiner Mutter helfen wollte, entwickelte er kurzerhand ein Gerät zur kabellosen Überwachung ihrer Vitalparameter. "Für die Entwicklung des Geräts und einer dazugehörigen App habe ich rund neun Monate gebraucht", erklärt Ambati. Zwar wurde seine Mutter zum Zeitpunkt der Fertigstellung bereits aus dem Krankenhaus entlassen, eine Pilotstudie konnte er inzwischen trotzdem durchführen.

Kampf für die Umwelt

Erst vor kurzem wurde zudem eine weitere Entwicklung Ambatis ausgezeichnet. In seiner Nachbarschaft beobachtete er, wie viel Wasser herkömmliche Sprinklersysteme verschwendeten. Deshalb entwickelte er ein neuartiges, smartes und vor allem kostengünstiges Sprinklersystem, das Wasser spart. Seine Bemühungen für den Umweltschutz wurden mit einer Auszeichnung bei den diesjährigen International Young Eco-Hero Awards belohnt.

Junge Erfinder

Ambatis Leistungen sind dabei nur eines von vielen Beispielen junger Softwareentwickler und Erfinder, die der "Guardian" vorstellt. Zu ihnen zählt auch der 13-jährige Raphaël Wreford aus London, der eigene Videospiele entwickelt. Oder die gleichaltrige Irin Fiona Geary, die Minispiele programmierte, um auf den Klimawandel und das Schicksal von Flüchtlingen aufmerksam zu machen.

Zwar bieten diese Beispiele nur einen sehr begrenzten Einblick in das Schaffen junger Erfinder, gewähren jedoch Einblick die beeindruckenden ersten Schritte der nächsten Erfindergeneration. (mick, 30.11.2020)