Spät eingetragene Corona-Testergebnisse könnten mit ein Grund für die Zunahme positiver Befunde sein.

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Wien – Zwischen Dienstag und Mittwoch stieg die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Corona-Infektionen stark – von 1.868 auf 2.550 neu registrierte Fälle. Doch woran das liegt, konnten Experten nicht erklären. Es könne an mehr Kontakten vor und zu Weihnachten liegen, sagte ein Sprecher der Agentur für Gesundheit (Ages).

Doch auch verschobene Tests oder Eintragungen von Testergebnissen ins elektronische Meldesystem (EMS) hätten an der Steigerung wohl ihren Anteil, sagte der Simulationsforscher Niki Popper. Die arbeitsfreien Tage über Weihnachten hätten zur Folge gehabt, dass Menschen zu anderen Zeitpunkten als davor testen gegangen seien.

Später eingetragen

In manchen Laboren könnten sich die Proben angesammelt haben. An den ersten Arbeitstagen danach seien sie dann wohl erst vielerorts ins System eingetragen worden.

Bemerkenswert seien die unterschiedlichen Steigerungsraten in einzelnen Bundesländern, in Vorarlberg etwa habe sich die Neuinfektionszahl von Dienstag und Mittwoch mehr als verdoppelt, sagte wiederum der Statistiker und Mathematiker Erich Neuwirth.

Folge des Skibetriebs? Eher nicht

Als Abbild der erst vor sechs Tagen gestarteten Skisaison sei das etwas früh. Sein Kommentar: "Die Datenlage ist derzeit schwammiger denn je." (bri, 31.12.2020)