In Anlagen wie dieser in Natanz reichert das iranische Regime Uran an.

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Wien – Der Iran hat nach Angaben der UN-Atomaufsicht IAEA weitere Verstöße gegen das internationale Atomabkommen angekündigt. Das Land habe in einem Brief seine Absicht erklärt, Uran bis zu einem Grad von 20 Prozent anzureichern, teilte die Internationale Atomenergie-Organisation am Freitag mit. Wann mit dem Vorgang begonnen werden solle, sei in dem Schreiben nicht ausgeführt worden.

Der Atompakt von 2015 sieht vor, dass der Iran Uran bis maximal 3,67 Prozent anreichern darf. Nachdem US-Präsident Donald Trump das Abkommen jedoch – auch gegen den Willen der europäischen Vertragspartner – einseitig aufgekündigt hatte, begann der Iran ab 2019, seine Verpflichtungen schrittweise zurückzuschreiben und Uran auf bislang 4,5 Prozent anzureichern. Waffenfähiges Uran muss bis auf 90 Prozent angereichert sein. Vor Abschluss des Atomabkommens hatte es der Iran bis auf 20 Prozent geschafft. Ziel der Vereinbarung ist es zu verhindern, dass der Iran an Kernwaffen gelangt. Das Land hat Vorwürfe stets zurückgewiesen, wonach es heimlich nach Atomwaffen strebt. (Reuters, 1.1.2021)