In Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist auf Flughäfen wie jenem von London-Gatwick wenig los.

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Bangalore – Der US-Finanzinvestor Blackstone und Microsoft-Gründer Bill Gates haben das Bieterrennen um den britischen Flugzeugabfertiger Signature Aviation verloren. Der US-Infrastruktur-Investor GIP, der bereits am Flughafen London-Gatwick beteiligt ist, stach das Blackstone-Konsortium mit einem 3,43 Milliarden Pfund (3,81 Milliarden Euro) schweren Gebot aus.

Der Signature-Vorstand einigte sich nach Angaben vom Montag mit Global Infrastructure Partners (GIP) auf die Übernahme, nachdem er ein Offert der Amerikaner im Dezember noch zurückgewiesen hatte. GIP bietet 5,50 Dollar je Signature-Aktie und übertrumpfte damit die von Blackstone und Gates gebotenen 3,81 Pfund. Der US-Milliardär hält bereits 19 Prozent an Signature.

Sonderkonjunktur wegen Wohlhabenden

Die Aktionäre setzen allerdings darauf, dass das Rennen um Signature noch nicht zu Ende ist: Die Aktie stieg am Montag in London um 8,5 Prozent auf 4,41 Pfund. Auch der Finanzinvestor Carlyle hatte Interesse an dem Dienstleister für die Abfertigung und Wartung von Privatflugzeugen gezeigt.

Die zivile Luftfahrt liegt aktuell weitgehend brach – und es dürfte noch Jahre brauchen, bis sie die Umsätze aus der Zeit vor der Pandemie erreicht. Privatjets haben allerdings eine Sonderkonjunktur, weil wohlhabende Kunden sie als sichere Reisemöglichkeit ohne größere Ansteckungsgefahr bevorzugen. (APA, Reuters, 11.1.2021)