Die Gebrauchtwagen-Plattform Auto1 will mit einem Börsengang in Frankfurt eine Milliardensumme einsammeln. Eine Kapitalerhöhung soll dem Betreiber von "wirkaufendeinauto.de" und anderen Online-Portalen allein eine Milliarde Euro einbringen, wie das Berliner Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Daneben wollten auch die bestehenden Aktionäre Papiere verkaufen. 750 Millionen Euro vom Erlös will Auto1 in das eigene Wachstum investieren, mit dem Rest soll eine Wandelanleihe zurückgezahlt werden.

3,5 Milliarden Euro Umsatz

Auto1 dürfte der erste Börsengang des Jahres in Deutschland sein. Angepeilt wird das erste Quartal; in der Regel dauert es aber von der offiziellen Ankündigung bis zur Erstnotiz etwa vier Wochen. Organisiert wird der Börsengang von den Investmentbanken BNP Paribas, Citi, Goldman Sachs und Deutsche Bank.

Mit dem An- und Verkauf von Autos an Privatkunden und an Händler hatte das 2012 gegründete Unternehmen 2019 rund 3,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, in der Coronakrise ist der Umsatz zuletzt abgebröckelt. In Finanzkreisen war eine Bewertung von fünf Milliarden Euro für realistisch gehalten worden.