Microsoft will, dass Unternehmen bei der IT-Sicherheit miteinander kooperieren.

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Kritische Infrastruktur zu schützen sollte ein gemeinsames Unterfangen sein. Das plädiert Microsoft bei der Elektronikmesse CES als Reaktion auf den massiven Cyberangriff bei dem Unternehmen Solar Winds. Hacker waren bei einem Netzwerkanalysetool der Firma, das von zahlreichen Großkonzernen und Regierungskunden aus den USA genutzt wird, eingedrungen. Angenommen wird, das über 250 US-Behörden und –Unternehmen betroffen sind. Microsoft-Präsident Brad Smith zufolge habe es sich um einen "ziellosen, massiven Angriff" auf die globale Lieferkette gehandelt, gegen die sie sich "gemeinsam schützen" müsse. "Das ist eine Gefahr, die sich die Welt nicht leisten kann."

Microsoft forderte scharfe Reaktion

Die Hacker hatten sich in das Netzwerk von Microsoft eingeschlichen und hatten dort auch Zugriff auf den Windows-Quellcode. Jedoch hätten sie diesen nicht verändern können, was ein sicherheitspolitisches Desaster wäre, da das Betriebssystem von Milliarden Systemen weltweit eingesetzt wird. Das Unternehmen fordert eine scharfe Reaktion, da immerhin nicht regulär spioniert worden sei, sondern die kritische Infrastruktur unterwandert. Zu den Opfern des Angriffs gehören beispielsweise auch Firmen wie Intel, Fireeye – das mit IT-Sicherheit für die Wahl beauftragt war, Cisco und Nvidia. (red, 14.1.2020)